Die neue Fährbrücke in Meersburg ist am Freitag in Betrieb gegangen. Eigentlich hätte sie es schon Ende April sein sollen. Doch bei den Bauarbeiten habe es technische Probleme gegeben, sagt Christopher Pape, Pressereferent bei den Konstanzer Stadtwerken. In den vergangenen Tagen befand sich die Maßnahme aber in der Endphase. "Zum Glück", sagt Pape.

Jetzt ist die Fährbrücke voll im Einsatz. Fahrgäste der Fährverbindung Meersburg-Konstanz hatten bereits Testfahrten beobachtet – mit Anlegen und wieder Ablegen. Manch einer hatte sich über Leerfahrten gewundert. Zeitweise waren gleichzeitig drei Fähren auf dem Bodensee zu sehen gewesen. Auch die anderen drei Brücken an den Anlegern in Meersburg und Konstanz werden in diesem Jahr erneuert – die zweite in Meersburg und die zwei auf der gegenüberliegenden Seeseite. Christopher Pape zufolge sind die Zufahrtsbrücken zu den Fähren zum Teil 50 Jahre alt. Die aufwendigen Bauarbeiten dienen dem Korrosionsschutz. Die Metallteile an den Brücken oxidieren. Ausgetauscht werden die Brücken trotzdem komplett. Das sei wirtschaftlicher, erklärt Pape.

Weil die bis Freitag gesperrte Fährbrücke jetzt wieder genutzt werden kann, widmen sich die Konstanzer Stadtwerke bald der zweiten Brücke in Meersburg. Sie wird nach den Pfingstferien für gut einen Tag geschlossen. Da sie als nächstes ausgetauscht wird, müssen Messarbeiten vorgenommen werden. Derzeit wird geprüft, ob die Sanierungsarbeiten an den Fährbrücken aber generell erst nach den Sommerferien weitergehen. "Um die Spannung aus der Hochsaison zu nehmen", sagt Christopher Pape. Vereinzelt wird es dann auch Nachtarbeiten geben – je nach Notwendigkeit. Die Konstanzer Stadtwerke kommunizieren den genauen Zeitplan für den Ausbau und Austausch der drei weiteren Brücken noch.

Klar ist, dass pro Brücke ein sechsstelliger Euro-Betrag an Kosten anfällt. Insgesamt rund zwei Millionen Euro, wie es vonseiten der Konstanzer Stadtwerke heißt. Die Fahrgäste müssen im Zuge der Erneuerungen mit weiteren Einschränkungen rechnen. Rückstaus bilden sich insbesondere zu den Stoßzeiten. Pape sagt: "Es ist nicht schön, dass es zu Einschränkungen kommt." Gerade von den Pendlern gebe es Rückmeldungen direkt an die Stadtwerke in Konstanz. Aber die Kunden profitierten nach der Fertigstellung von einer modernen Infrastruktur, sagt Pape. Laut des Pressereferenten besteht zwischen den Investitionen und den Fahrtpreisen kein direkter Zusammenhang. An den Anlegern an beiden Seeseiten waren vor einigen Jahren zuletzt die Fahrbahnbeläge erneuert worden.

"Es ist nicht schön, dass es zu Einschränkungen kommt."

Christopher Pape, Stadtwerke Konstanz