Der frühere Meersburger Bürgermeister Martin Brütsch nahm Anfang dieses Monats seine Arbeit als neuer Kämmerer von Giengen an der Brenz auf, der Stadt, aus der die Steiff-Tiere kommen. In einer Pressemitteilung der rund 20 000 Einwohner zählenden Stadt heißt es, mit Brütsch habe sich die Stadt "für einen Fachmann entschieden, der solides Wissen mit fundierter Erfahrung in der Kommunalpolitik verbindet". Bei seiner Bewerbung habe er sowohl Oberbürgermeister Dieter Henle als auch den Gemeinderat von seiner Kompetenz überzeugen können. Brütsch Ziel sei es, "den Erneuerungsprozess in der Stadt durch solide Finanzen zu begleiten".

Praktische Erfahrung in Finanzfragen

Brütsch selbst sagte laut der Pressemitteilung: "Ich möchte die positive Energie in der Stadt nutzen und durch eine Konsolidierung der Finanzlage in kleinen Schritten unterstützen. Hier einen soliden Beitrag zu leisten, sehe ich als meine Aufgabe in Giengen." Dabei helfe ihm seine praktische Erfahrung in Finanzfragen ebenso wie die fundierte theoretische Basis, die er als promovierter Diplom-Kaufmann und langjähriger Dozent mitbringe.

Brütsch: "Ich konnte in der Stadt vieles bewegen"

Über seine Zeit als Meersburger Bürgermeister von 2009 bis 2017 sagte Brütsch laut Mitteilung: "Ich konnte in der Stadt vieles bewegen – unter anderem in den Bereichen Haushalt, Finanzen und Personalentwicklung. Zudem haben wir große Zukunftsbauprojekte realisiert: ein Seniorenwohnstift, ein Jugend- und Familiengästehaus sowie die Museums- und Kultureinrichtung Vineum." Weiter heißt es dann in der Pressemitteilung: "Dass die Wiederwahl 2017 dennoch misslingt, führt er auf Fehlentscheidungen ebenso wie auf Einflüsse zurück, die man in der Kommunalpolitik leider nicht immer in der Hand hat."

Brütsch war bei der Bürgermeisterwahl im Januar 2017 dem jetzigen Amtsinhaber Robert Scherer deutlich unterlegen.