Wilde Piraten, Quallen auf dem Einrad oder auch lustige Clowns: Die zwölfte Turnschau des Turn- und Sportvereins Meersburg hat den zahlreichen Zuschauern in der voll besetzten Sporthalle mit bunten Dekorationen, schicken Kostümen und rasanten Turneinlagen einen abwechslungsreichen Abend bereitet.

Sorgen für lustige Unterhaltung zwischendurch: die Clowns des „Zirkus Meerolino“.
Sorgen für lustige Unterhaltung zwischendurch: die Clowns des „Zirkus Meerolino“. | Bild: Lorna Komm

Unter dem Motto „Geheimnisse der Meere“ führten die rund 140 Kinder und Jugendlichen der einzelnen Turnabteilungen Einzel- oder Gruppenaufführungen vor, deren klangvolle Titel wie „Tropical Dance“, „Karibik“ oder „Piraten von Batavia“ schon erahnen ließen, welch vielfältige Mischung geboten wurde.

Akrobatik in luftiger Höhe führen die Turnerinnen am Vertikaltuch vor.
Akrobatik in luftiger Höhe führen die Turnerinnen am Vertikaltuch vor. | Bild: Lorna Komm

Den Anfang machten die Kleinsten. Die rund 20 Vorschulkinder im Alter von vier bis sieben Jahren, balancierten als „Wicki und Halbstarken“ auf schmalen Bänken oder hüpften vom hohen Kasten. „Nicht ganz leicht, das mit den Kleinen so diszipliniert hinzubekommen“, lobte Dieter Ulrich, der als Moderator durch das Programm führte.

Quallen auf Einrädern fahren im Programmpunkt „Geheimnisvolle Welt unter Wasser“ durch die Sommertalhalle.
Quallen auf Einrädern fahren im Programmpunkt „Geheimnisvolle Welt unter Wasser“ durch die Sommertalhalle. | Bild: Lorna Komm

Ebenfalls spielerisch unterhielten die Clowns des „Zirkus Meerolino“ das Publikum. Die Zirkusgruppe beeindruckte aber ebenso durch Vorführungen auf dem Einrad, Stelzenlauf oder mit schwindelerregenden Übungen in luftiger Höhe an den Vertikaltüchern.

Mit „Piraten von Batavia“ zeigt die Fördergruppe Turnen eine rasante Nummer am Barren und auf dem Boden.
Mit „Piraten von Batavia“ zeigt die Fördergruppe Turnen eine rasante Nummer am Barren und auf dem Boden. | Bild: Lorna Komm

Anmutige Leistungen auf Wettkampfniveau zeigten die Turnerinnen der Rhythmischen Sportgymnastik. Mit Ball, Band, Seil, Reifen oder Keule zeigten sie bei ihren Soloauftritten Küren, mit denen sie bereits an den badischen Meisterschaften teilgenommen hatten. Auch die Mädchen des „Huckepack-Turnens“ zeigten in Zweier-Teams synchron Leistungen nach Vorgaben des Turnerbunds.

Die „Huckepack-Mädchen“ Marie-Christin Fischer und Anissa Meyer zeigen anspruchsvolle Figuren, bei dieser Turnart für zwei Personen.
Die „Huckepack-Mädchen“ Marie-Christin Fischer und Anissa Meyer zeigen anspruchsvolle Figuren, bei dieser Turnart für zwei Personen. | Bild: Lorna Komm

Eine rasante Trampolin-Nummer, einen Meerjungfrauentanz und viele Lichteffekte hatte die Gruppe Freizeit-Turnen vorbeireitet. Ebenfalls rasant und teils auch ein wenig gruselig zur Musik aus dem Kinofilm „Fluch der Karibik“ zeigte die Fördergruppe Turnen akrobatische Leistungen am Barren und auf dem Boden.

Eine vielseitige Choreografie zeigt die „Turnen-Freizeit“-Gruppe am Trampolin oder auf mit Bällen.
Eine vielseitige Choreografie zeigt die „Turnen-Freizeit“-Gruppe am Trampolin oder auf mit Bällen. | Bild: Lorna Komm

Akrobatische Sprünge, Tanzeinlagen und Hebefiguren mit mehreren Beteiligten führten die Jugendlichen der „SWG/TGW“-Gruppe auf, mit 36 Teilnehmerinnen die größte Gruppe der Schau. Mit dem gemeinsamen Einlauf aller Beteiligten verabschiedete sich die bunte Turnerschar, zusammen mit ihren Trainern: Ina Best, Astrid Kretzschmar, Claudia Feifel, Herbert und Ralf Obser, Nathalie Obholz, Petra Meyer-Mundt, Babara Pampel, Sandra Walter, Simone Steiger und Tina Bayr.

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„Die Kinder sind voll integriert“

Ansprechpartner der Organisatoren der Turnschau ist Herbert Obser, Abteilungsleiter Turnen und stellvertretender Vorsitzender des TuS

Wie viel Arbeit steckt hinter der Schau?

Die ersten Vorbereitungen beginnen während der Sommerferien. Das Organisationsteam überlegt sich ein Hauptthema. Nach den Sommerferien beginnen die einzelnen Abteilung mit der Ausarbeitung ihrer Programmpunkte. Die Kinder suchen sich ihr Thema und wählen mit den Gruppenleitern die Übungen, Kostüme und Musik aus. Wir koordinieren nur, dass es keine Überschneidungen gibt. Die Kinder sind vom Aufbau bis zur Dekoration überall integriert. So hatten wir im Vorfeld zwei Bastelnachmittage, an denen die Dekofische ausgeschnitten und bemalt wurden.

Warum macht sich der TuS die Mühe?

Wir leben Jugendarbeit und wollen uns präsentieren. Bei so einer Schau können die Kinder ihre Kreativität ausleben. Normal gibt es zum Beispiel beim Geräteturnen genaue Vorschriften, welche vorgegebenen Übungen abgeleistet werden müssen. Für die Schau können sie ihre Ideen einbauen, was anderes probieren. Und nichts ist schöner, als wenn die Kinder ein Ziel – also die Vorführung – haben. Dann wollen sie auch lernen und sind voller Konzentration mit dabei.

Der Eintritt ist frei – wie wird finanziert?

Durch den Verein und die Eltern. Ein Teil wird durch den Kaffee- und Kuchenverkauf refinanziert. Außerdem sammeln wir am Veranstaltungsabend noch Spenden. (iko)