Noch braucht's ein bisschen Fantasie, um sich den neu angelegten und frisch eingesäten Dr.-Moll-Platz in voller Blüte vorzustellen. Doch man mache die Einweihung bewusst so früh im Jahr, sagte Bürgermeister Robert Scherer den rund 80 Besuchern. Damit sie, bevor alles zugewachsen sei, sehen könnten, was die Stadtgärtnerei und der Bauhof unter der Leitung von Thomas Biller und Thomas Ritsche alles gemacht hätten.

Gelände neu modelliert

Eine ganze Menge, wie Biller berichtete: So habe man Wege neu angelegt und mit Randbefestigungen versehen, das Gelände modelliert und mit Rasen eingesät, neue Bänke aufgestellt, das alte Geländer durch ein absturzsicheres ersetzt. Außerdem sei der rückwärtigen Hang, der so steil war, dass ihn immer eine Fremdfirma mähen musste, in eine Blumenwiese mit über 50 mehrjährigen Sorten umgewandelt worden. Auf diese Mischung sei er auf einer Imkerseite gestoßen.

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Die Ökologie spielte bei der Neugestaltung eine zentrale Rolle. „Wir sind nicht nur ein Touristenort, sondern wollen auch etwas für die Umwelt machen“, betonte Biller. So bereichern nun ein Insektenhotel, das Sommertalschüler bauten, sowie ein Vogelhäuschen, das beim Frühlingsmarkt entstand, wo Holzbau Schmäh diese Mitmachaktion angeboten hatte, die Anlage. Auch Rückzugsorte für Eidechsen, Igel und Blindschleichen gibt es.

Seit Januar in Arbeit

Des Weiteren wurden vier Bäume angepflanzt und Wasser- und Stromleitungen verlegt. Seit dem 10. Januar seien etliche Kollegen, denen Biller namentlich dankte, teils täglich im Einsatz gewesen. Der Platz zähle zu den schönsten Aussichtspunkten und sei „mein Lieblingsort“, verriet Bürgermeister Scherer. Der Anstoß, mehr aus ihm zu machen, kam dann auch vom Bürgermeister, der sich dort auch noch eine Webcam vorstellen könnte. Bei der Ideenentwicklung ließ er Bauhof und Stadtgärtnerei freie Hand. „Wir haben hier genug kreative Kräfte“, sagte er. Zur Aufwertung des Platzes trug auch der Verschönerungsverein maßgeblich bei. Er spendete eine Dreh-Liegebank sowie eine Panoramatafel für insgesamt rund 10 000 Euro. Scherer bedankte sich dafür beim Vorsitzenden Michael Schülke.