Vier studentische Arbeitsgruppen eines Seminars über Innovationspolitik der Uni Konstanz stellten im Klosterkeller ihre Ergebnisse vor. Veranstalter war der Meersburger Verein FoWiK (Forum für Wissenschaft und Kultur), dessen Vorstände Karl Beuter und Volker Schneider zusammen mit Uwe Gundrum auch Leiter des Seminars sind. Die Themen der Bachelorstudenten drehten sich um Elektromobilität und Umwelttechnik sowie deren Netzwerke und Organisationsformen mit Schwerpunkt Baden-Württemberg.

Elektromobilität ist das Thema der Zukunft. Doch ausgerechnet die Autonation Deutschland scheint den Trend zu verschlafen. Die Japaner sind politisch und technisch deutlich weiter. Woran das liegen könnte, zeigte der erste Vortrag auf. Er verglich die Situation in Baden-Württemberg mit der japanischen Präfektur Aichi, dem Sitz des Autobauers Toyota. Das Ergebnis zeigte, dass sowohl die Zusammenarbeit der Industrie mit der Politik wie auch die zwischen den Konzernen in Japan wesentlich effektiver sind. Die Regierung investierte hohe Milliardenbeträge in die Förderung der Forschung und in Kaufanreize für den Verbraucher. Im wichtigen Batteriesektor arbeiten Toyota und Panasonic eng zusammen.

„Cluster“ ist ein modernes Schlagwort in der Wirtschaftspolitik und bedeutet die starke Vernetzung verschiedener Betriebe und Institutionen, die an einem bestimmten Thema zusammenarbeiten. Inwieweit sich diese Vernetzung in Baden-Württemberg nach dem Regierungswechsel 2011 verstärkt hat und inwieweit dem Thema Umwelt dabei mehr Raum gegeben wurde, zeigte die zweite Gruppe auf.

Erstaunliche Einblicke in die innere Infrastruktur eines Umweltnetzwerkes am Bodensee und eines großen Autobauers erhielten die beiden anderen Gruppen. So konnten Studenten nachweisen, warum das Netzwerk kaum noch zu retten sein wird, während die vierte Gruppe dem Unternehmen Tipps geben konnte, wo in der neu aufgebauten Datenstruktur Stolperfallen lauern könnten.