Das Bodenseeweinfest, das in diesem Jahr vom 7. bis zum 9. September stattfindet, dürfte bei guter Wetterprognose wieder viele Besucher anlocken. Der Eintrittspreis steigt von bislang 4 auf nun 5 Euro für drei Tage. "Wir freuen uns auf viele Besucher", sagten unisono Bürgermeister Robert Scherer, Tourismuschefin Iris Müller und Fabian Dimmeler, Leiter des Bereichs Bodensee beim Badischen Weinbauverband. Zehn Weingüter aus der Stadt und der Region sind dieses Jahr beim Fest vertreten und Müller betont: "Bei uns steht das Produkt Wein klar im Vordergrund."

Viel Arbeit für Weingüter

Das Fest bietet den Betrieben ein gutes Schaufenster, bedeutet für sie aber auch viel Arbeit, zumal, klimatisch bedingt, dessen Start und der Lesebeginn immer dichter aneinanderrücken und 2017 sogar teils zusammenfielen. Der Beginn der Ernte sei dieses Jahr fast noch schwieriger einzuschätzen, meinte Jürgen Dietrich, Direktor des Staatsweinguts Meersburg – und zwar "gerade, weil die Trauben so gesund sind" und man sie so lange wie möglich reifen lassen wolle. Er gehe aber derzeit davon aus: "In die Vollen geht's erst in der zweiten Septemberwoche."

Beim Bodenseeweinfest herrscht immer gute Stimmung, hier eine Impression von 2017. Im Vordergrund: Georg Dreher, Vorsitzender des Winzervereins Meersburg.
Beim Bodenseeweinfest herrscht immer gute Stimmung, hier eine Impression von 2017. Im Vordergrund: Georg Dreher, Vorsitzender des Winzervereins Meersburg. | Bild: Sylvia Floetemeyer

Thomas Geiger vom gleichnamigen Weingut hob die gute Zusammenarbeit aller Akteure des Weinfests hervor, dessen Veranstalterin die Stadt ist. "Es ist genial, dass man miteinander so ein Fest aufzieht", meinte Geiger und warb gleichzeitig um Verständnis dafür, dass sich der Eintrittspreis für die drei Tage von 4 auf 5 Euro erhöht habe. Aber die Auflagen, etwa in puncto Sicherheit, sowie gestiegene Personalkosten liefen einfach ins Geld. "Das Weinfest ist nicht mehr so lukrativ wie vor 20 Jahren", so Geiger.

Erste Erhöhung seit 2009

Bürgermeister Scherer zeigte sich zuversichtlich, dass die Besucher die Erhöhung, die erste seit 2009, akzeptierten. Er unterstrich: "Ein tolles, dreitägiges Fest, eine große Auswahl und ein Souvenir, und das alles für 5 Euro." Denn, wie jedes Jahr, gibt es statt einer Eintrittskarte wieder ein Probiergläschen, das an allen drei Tagen als Zugangsberechtigung dient und auch als Sammelobjekt begehrt ist.

Frisch gekürte Bodensee-Weinprinzessin wird Fest eröffnen

Eröffnen wird das Fest, bei dem natürlich auch wieder für kulinarische Verköstigung und musikalische Unterhaltung reichlich gesorgt ist, die wenige Tage zuvor frisch gekürte Bodensee-Weinprinzessin. Abermals auf neue Beine stellt die Stadt den traditionellen Rundgang mit Ehrengästen am Freitagabend, der 2017 erstmals durch einen Empfang im Vineum ersetzt wurde. Dafür gab's sowohl Lob als auch Kritik, wie der Bürgermeister einräumt.

Neues Konzept für Ehrengäste

Dieses Jahr versucht man daher eine andere Variante: Der Ausschank für die VIPs soll in einem Sonderbereich mitten auf dem Schlossplatz stattfinden. Ziel dieses erneuten "Versuchs", so Scherer, ist es, möglichst zu verhindern, dass der Pulk an Ehrengästen, wie es früher oft der Fall war, die Weinstände für das allgemeine Publikum zu lange blockiert.