Bei strahlendem Sonnenschein mit klarer Sicht auf See und Alpen haben die Teilnehmer den zweiten Crosslauf in Meersburg von seiner schönsten Seite genießen können. Die Läufer beim Wettbewerb durch die Weinberge hatten jedoch wenig Zeit, das Panorama zu genießen, galt es doch beim letzten Lauf der Crosslauf-Serie des Bezirks Hegau-Bodensee, noch eine gute Zeit hinzulegen. Mit 245 Startern waren diesmal deutlich weniger Läufer am Start als im Vorjahr, als 327 Teilnehmer die Laufschuhe geschnürt hatten.

Auch 133 Kinder und Jugendlich am Start

Den Anfang machten die Kleinsten, Jungs und Mädchen unter acht Jahren. Insgesamt liefen 133 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Klassen eine verkürzte und einfachere Strecke von etwa 750 Metern. Ihr Enthusiasmus wurde bei der Siegerehrung mit einer Urkunde, einem Geschenk und für die schnellsten Drei jeder Altersklasse mit einer Medaille belohnt.

Die Schülerläufe folgten einer anderen Wegführung. Für die Kinder ging es erst mal bergab und dann um eine enge Kurve, die alle mit Bravour meisterten. | Bild: Lorna Komm (lko)

Erwachsene laufen Rundkurs drei Mal

Bei den Erwachsenen war ein Rundkurs von 2,5 Kilometern gleich dreimal zu absolvieren, was zugleich bedeutete, sich dem steilen Anstieg von der Haltnau bis zum Rebhäusle ebenfalls dreimal zu stellen. Für viele eine Herausforderung, die sie in der letzten Runde eher gehend als im Dauerlauf bewältigten. Das faire Publikum applaudierte allen gleichermaßen für die sportliche Leistung, den steilen Hang zu bezwingen.

Anfeuerungsrufe begleiten Läufer das steilste Stück nach oben

Rufe wie „hopp, hopp“, „ziiiieh“ und „du schaffst das“ begleiteten die Läufer am Rebhäusle, das am Ende des steilsten Stücks stand, also der größten Herausforderung der Strecke. Die Profis überrundeten bald die Hobbyläufer und der in Stockach wohnende Benedikt Hoffmann von der TSG Heilbronn gewann den Lauf in 22,41 Minuten. Schnellste Läuferin war Nadja Willenborg vom TV Konstanz mit 26,48 Minuten. Sowohl Hoffmann als auch Willenborg lagen nicht nur im dem Einzelrennen an der Spitze, sondern sicherten sich auch den Gesamtsieg der Crosslauf-Serie.

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Teilnehmer Harald Schreiber: „Man muss schon gern laufen“

Doch frei nach dem olympischen Gedanken gewann jeder, der die anspruchsvolle Strecke bewältigte und heil ins Ziel kam. „Man muss schon gern laufen und auch im Winter Spaß daran haben“, erzählte Harald Schreiber, der als Mitglied des TSV Aach-Linz an dem Crosslauf teilgenommen hatte. Ihn fasziniere das Laufen in der freien Natur, bei jedem Wetter. „Die Läufe sind immer unterschiedlich. Mal hat man Nebel oder Schnee und matschige Wege, mal Sonnenschein und einen festen Untergrund“, sagte der erfahrene Läufer.

Nach dem steilen Anstieg zum Rebhäusle war die Engstelle um den Turm herum eine Herausforderung, zumal der schmale Weg mit zwei matschigen Kurven aufwartete. | Bild: Lorna Komm (lko)

Schuhe mit grobem Profil und Spikes helfen

Wichtig sei dann natürlich das richtige Schuhwerk, empfehlenswert sei ein grobes Profil, manche Läufer hätten auch Spikes, sagte Harald Schreiber. Die Meersburger Strecke durch die Weinreben finde er toll, auch wenn sie schwer sei. „Hier gibt es den schwierigsten Anstieg aller Strecken“, urteilte der Läufer. Dagegen seien die flachen Passagen erholsam.

Den Läufern wurde es bei den steilen Anstiegen schnell warm. Dreimal mussten sie sich den Berg hinaufkämpfen. | Bild: Lorna Komm (lko)

Nachteil: Parkplatz, Wettkampfstrecke und Duschen liegen weit auseinander

Schade sei es nur, dass in Meersburg alles so auseinander gezogen sei. Vom Parkplatz an der Therme über die Wettkampfstrecke an der Haltnau bis zu den Duschen in der Sommertal-Sporthalle und die Siegerehrung im Wein- und Kulturzentrum lägen alle Punkte weit auseinander. Das sei anderso zentraler organisiert.

Organisatoren hätten sich mehr Zuschauer an der Strecke gewünscht

Frank Bruderhofer und Bernd Stephan vom Organisatorenteam des TuS Meersburg waren insgesamt zufrieden mit dem Ablauf des Wettbewerbs in Meersburg. Sie hätten sich nur mehr Zuschauer an der Strecke gewünscht.