Im Zuge der Sanierung und Erweiterung der Gemeinschaftsschule beauftragte der Gemeinderat den Fachplaner, die passiven Komponenten der Elektroinstallationen zu planen und auszuschreiben. Pro Klassenraum liegen die geschätzten Kosten für Letztere bei 800 Euro. Außerdem stimmte der Rat der Kostenfeststellung über die bisher erfolgten Brandschutzmaßnahmen zu, die bei 246 000 Euro liegen und damit 39 500 Euro unter der Berechnung.

Die Klassenzimmer im künftigen Erweiterungsbau sollen laut Architekt Tobias Müller im Sommer 2019 fertig sein. Die Medienausstattung, zu der Roman Kleiner vom Kreismedienzentrum die Verantwortlichen berät, soll pro Klassenraum rund 15 500 Euro kosten. Was die "Systempflege" angeht, geht Kleiner von 1000 Euro im Monat aus.

Da Medientechnik schnell veralte, solle man diese erste im Frühjahr 2019 ausschreiben, riet Müller. Und da sie so schnell veralte, sei es auch schwierig, günstige Leasingkonditionen zu bekommen, sagte Müller auf Nachfrage von Boris Mattes (SPD). Also lieber anschaffen. Nein, was die Ausstattung angehe, sehe er keine Fördermöglichkeit, antwortete Kleiner Mattes. Manchem Rat wird unbehaglich angesichts solcher Ausgaben und der Gesamtkosten für die Schulerweiterung, inklusive Mensa, für rund 5,3 Millionen Euro, mit der man im März 2018 starten will. Er frage sich, wohin das alles noch führe, sagte Markus Waibel (FW). Er betonte, es gehe hier ja nicht auch um die Grundschule, sondern nur um die Gemeinschaftsschule. Da hätte er mit höheren Schülerzahlen als den aktuell vorliegenden gerechnet, meinte Waibel. "Ich hinterfrage langsam die ganze Maßnahme. Ist das wirklich zukunftsfähig, was wir hier alles bauen?"

Der Zeitplan sieht vor, dass der Schulanbau mit Mensa Mitte 2019 fertig sein soll, der Umbau des bestehenden Gebäudes und die Aufstockung der Pausenhalle sollen dann laut Architekt Müller Ende 2019, Anfang 2020 abgeschlossen sein.