Mit der Ausstattung des geplanten Parkhauses hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Es lag der Entwurf des Architekturbüros Steinhoff und Haehnel vor. Die Räte beauftragten außerdem das Büro, die die vorgestellten Optionen in die funktionale Ausschreibung des Projekts aufzunehmen.

"Wertiger Charakter" durch Glas, Aluminium und Begrünung

Architekt Roland Haehnel stellte die Entwürfe vor, die in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Fachplanern konkretisiert worden waren. Einen „wertigen Charakter“ solle das Parkhaus durch Glasfronten, winterharte Begrünung und Aluminiumelemente in Holzfarben erhalten, erklärte er. Durch Dachbepflanzung, vorhandenen Baumstand und begrünte Fassade solle das Gebäude vom See her nicht auffallen.

Das könnte Sie auch interessieren

Dazu werden ein barrierefreier Fahrstuhl, Fahrbahnmarkierungen, Schrankenanlagen, Kassenautomaten, LED-Beleuchtung sowie die Maßnahmen für Aushub und Verbau und einiges mehr in die Ausschreibung mit aufgenommen.

Leitungen müssen im Vorfeld verlegt werden

Als Vorleistung müsse die bestehende Wasser-Grundleitung des Abwasserzweckverbands verlegt werden, andere Leitungen müssten teilweise überbaut werden, erläuterte Haehnel. Optional seien WC-Module, Einzelplatzerfassung oder auch Wartungsverträge.

Stellplätze werden 2,70 Meter breit

Die geplante Stellplatzbreite von 2,70 Metern löste eine kurze Debatte über die Notwendigkeit solch breiter Plätze aus, in Zeiten von autonomem Einparken, wie Christine Ludwig (Bündnis 90/ Die Grünen) anmerkte. Das Raster sei durch die Stützen so vorgegeben, antwortete Bürgermeister Robert Scherer. Allgemein herrschte Einigkeit, dass auch Elektroautos immer breiter würden.

Halbes Gebäude zum Hang hin geöffnet

Martin Brugger (CDU) fragte nach dem Brandschutz, insbesondere weil keine Lüftung vorgesehen sei. Stadtbaumeister Martin Bleicher erläuterte, dass das halbe Parkhaus nach hinten in Richtung Hang offen sei, zudem ein Frühwarnsystem verbaut werde und das Treppenhaus den Vorschriften entspreche. Viele Anfragen kamen bezüglich der Bepflanzung der Fassade und des Flachdachs. Julia Naeßl-Doms (CDU) wollte wissen was bei Starkregen auf dem Dach passiert. Architekt Haehnel erläuterte die Funktion des Substrats und der Regenrohre.