„Stetten ist der Verlierer.“ Das Resümee hat FWV-Gemeinderat Jürgen Kammerer zur vom Regierungspräsidium empfohlenen Trasse für den Weiterbau der B 31 zwischen Meersburg und Immenstaad gezogen. Der Freie Wähler riet, bereits jetzt einen Rechtsberater zu suchen, um bei notwendigen Eingaben im weiteren Planungsverfahren einen kompetenten Beistand zurate ziehen zu können.

Bürgermeister signalisiert Bereitschaft, will aber noch abwarten

Bürgermeister Daniel Heß wollte noch abwarten. Ihm war an der Begründung für diese Vorzugsvariante gelegen. Grundsätzlich signalisierte Heß Bereitschaft, rechtliche Hilfe zu holen.

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Gemeinderat gibt noch keine Zustimmung

Weil er davon ausgeht, dass eine solche rechtliche Beratung kostenintensiv ist, wollte er dafür Rückendeckung vom Gemeinderat. Die gab es in der Ratssitzung noch nicht.

Abwarten, bis Planfeststellungsbeschluss vorliegt

Martin Frick (CDU) und Klaus Horn (FWV) setzten ebenfalls auf Geduld. Horn erklärte, er wolle zunächst die konkrete Auslegung abwarten. Man müsse abschätzen, ob das Engagieren eines Rechtsbeistands zielführend sei. Frick wies darauf hin, dass die Gemeinde formal gehört werde, wenn ein Planfeststellungsbeschluss vorliege. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es noch zu früh, rechtliche und planerische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Bei Tunnellösung Ein- und Ausfahrten wegen höherer Lärmpegel im Blick behalten

Kammerer unterstrich, es sei wichtig, aus der Vorzugsvariante B 1 das Beste für Stetten herauszuholen. „Unser Fokus muss 2020 auf die B 31-neu gerichtet sein“, sagte Kammerer. Maja Herrchen (FWV) meinte nach Rücksprache mit der Interessengemeinschaft Roggele, man müsse bei einer etwaigen Tunnellösung die Aus- und Einfahrten gesondert im Blick halten, weil hier ein höherer Lärmpegel zu erwarten sei. „Ich werde mich in meinem Rahmen für die Belange aller Stettener einsetzen“, versprach der Bürgermeister.

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