Nachdem der Ausschuss für Umwelt und Technik im November eine Bauvoranfrage für ein Ärztehaus abgelehnt hatte, fanden die neu vorgelegten Baupläne jetzt die Zustimmung des Gremiums. Schon im November bewerteten die Räte das Vorhaben positiv, in der Dr.-Zimmermann-Straße oberhalb des Discounters ein Ärztehaus zu bauen. Der Antrag scheiterte vor allem an der geplanten Höhe des Gebäudes. Zu viele Befreiungen von Baugrenzen wären erforderlich gewesen.

Drei einzelne Baukörper statt kompaktes Gebäude

Nun legte der Antragsteller einen geänderten Antrag vor. Statt eines kompakten Gebäudes seien drei einzelne Baukörper geplant, erklärte Stadtbaumeister Martin Bleicher. Im Gegensatz zur Vorplanung solle der östlichste Gebäudeteil etwa zehn Meter hoch werden, sodass es annähernd dieselbe Höhe habe wie das Nachbargebäude. Die beiden westlichen Gebäude sollen ein nach Norden zurückgesetztes Dachgeschoss erhalten.

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Grenzbebauung soll einer Rettungsgasse weichen

Zudem solle die zulässige Grenzbebauung zugunsten einer Rettungsgasse aufgelöst und im nördlichen Teil eine Abrundung des Baufensters um fünf Meter beantragt werden, erläuterte Bleicher. „Aus städtebaulicher Sicht ist der Rettungsweg da, wo bisher nur eine Einfahrt war, absolut sinnvoll“, meinte Bleicher.

Erneute Sorge, dass statt Arztpraxen Wohnungen entstehen

Georg Dreher (CDU) befürwortete den Rettungsweg und befand die notwendigen Befreiungen vom Bebauungsplan als unproblematisch. Auch Markus Waibel (FWV) meinte, dass ein „Rettungsweg wichtig für ein Ärztehaus ist, in dem medizinisch viel passiert“, sorgte sich aber wie Christian Herter (Umbo) um die Belegung der Immobilie. „Nicht, dass nur eine Apotheke rein kommt und der Rest Wohnungen werden“, sagte Herter.

Komplettes Erdgeschoss als Gewerbefläche festgesetzt

Bleicher antwortete, dass im Rahmen einer Bauvorfrage die genaue Bestückung nicht geklärt werden könne, aber das komplette Erdgeschoss sei durchgängig als Gewerbefläche festgesetzt. Monika Biemann (Umweltgruppe) stellte den Antrag, über die Befreiungen einzeln abzustimmen. Sie stimmte gegen den Unterpunkt, die Befreiung der festgesetzten Baugrenzen zu gestatten. Das jetzige Gebäude reiche schon stark in den Hang hinein, das neue werde noch weiter in den Hang gebaut.