Drei der Kandidaten bei der FDP haben sich als parteilose Kandidaten auf die Liste der Liberalen setzen lassen. Drei Kandidaten sind noch in der Ausbildung. Das Durchschnittsalter der FDP-Liste beträgt 36,5 Jahre. Angeführt wird die Liste von Michael E. Dörr (51). Er ist Geschäftsführer der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden und hat sich als Organisator der Jüdischen Kulturwochen Bodensee in der Stadt einen Namen gemacht. Als Vorsitzender des Kulturvereins Meersburg interessiert er sich im Besonderen für die Kulturpolitik der Stadt. Den Tourismus in der Stadt und die kommunalen Finanzen nennt er als weitere Politikfelder, die ihn interessieren.

Ganz neu in der Partei

„Auch möchte ich den Meersburg-2030-Prozess kritisch unterstützen und begleiten“, sagte Dörr. Bis vor Kurzem war Dörr noch kein Mitglied der Partei. FDP-Landtagsabgeordneter Klaus Hoher konnte ihn für die Kommunalpolitik gewinnen. Auf dem Wahlvorschlag folgt Jung-Unternehmer Marc Pfeiffer (32).

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Der Segelmacher und Wirtschaftsingenieurs-Student ist seit vier Jahren in der FDP aktiv. Er hatte sich früher in den Musikkapellen der Stadt engagiert und möchte sich nun verstärkt für das Gemeinwohl einsetzen. „Ich stehe für eine Offenheit und ein digitales Deutschland“, sagte er in seiner Vorstellung. Auf Listenplatz drei steht Diplom-Ingenieur Andreas Heinemann (30), gefolgt von Caféhaus-Unternehmerin Angela Messerle (63).

Zwei Frauen auf der Liste

Hotelerie-Studentin Rebecca Off steht als zweite Frau auf dem liberalen Wahlvorschlag auf Listenplatz fünf. Die 25-jährige parteilose Kandidatin schreibt gerade an ihrer Masterarbeit über ihr Spezialgebiet „Digitalisierung in der Hotelerie“. Auf dem sechsten Listenplatz folgt ihr Tim Pfeiffer (27). Der Jura-Student möchte sich für eine bürgernahe und transparente Kommunalpolitik einsetzen.

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Simon Schuler (20) steht als Zimmererlehrling als parteiloser auf dem FDP-Listenplatz sieben. Ebenfalls parteilos ist auch Hajdin Vinarci (44). Er ist selbstständiger Bauunternehmer in Meersburg. Vinarci floh als 16-Jähriger Anfang der 1990er Jahre vor dem Balkankrieg nach Deutschland. FDP-Kreisgeschäftsführer Stefan Zwick hatte Vinarci für die FDP-Liste gewonnen und bezeichnete sein Leben als „eine Geschichte der Integration“.