Die Aktion hat einen ernsten Hintergrund: Beim Frühjahrsschnitt der Bodendecker fanden die städtischen Mitarbeiter neben Bergen von Plastikmüll, der insgesamt zwei Säcke füllte, 508 Flaschen in der nicht mal 100 Quadratmeter großen Grünanlage am Berg. „Kübel für Kübel haben wir Flaschen da rausgeholt, es hat gar nicht mehr aufgehört“, empört sich Nathalie Valenti, die gebürtig aus dem Schwarzwald kommt.

In dieser relativ kleinen Grünfläche an der Daisendorfer Straße haben Nathalie Valenti und ihre Kollegen der Stadtgärtnerei neben Plastikmüll 508 Glasflaschen gefunden.
In dieser relativ kleinen Grünfläche an der Daisendorfer Straße haben Nathalie Valenti und ihre Kollegen der Stadtgärtnerei neben Plastikmüll 508 Glasflaschen gefunden. | Bild: Lorna Komm

Die meisten Flaschen hätten sich in der Nähe der zwei Parkbänke gefunden, berichtet sie – und dies, obwohl nur wenige Schritte entfernt ein Mülleimer stehe. Bei den gefundenen Flaschen handele es sich ausschließlich um pfandfreie Glasflaschen, erzählt die 18-Jährige weiter.

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„Es waren Wein-, Sekt- und Schnapsflaschen.“ Die wenigsten seien zerbrochen, es handele sich also nicht unbedingt um Vandalismus, sondern um reine Bequemlichkeit, vermutet die Abiturientin, die sich vorstellen könnte, im Anschluss an das FÖJ Ökologie und Umwelttechnik zu studieren.

Gefundene Müllmenge löst Fassungslosigkeit aus

Durch die öffentliche Ausstellung der Müllmenge wolle sie auf den Missstand aufmerksam machen. „Das muss den Leuten mal bewusst werden, welche Mengen da zusammenkommen.“ Für die öffentliche Präsentation habe sie die volle Unterstützung der Kollegen und vom Bürgermeister erhalten, alle seien fassungslos angesichts der Zahl der gefundenen Flaschen gewesen.

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Nicht aller Müll kann eingesammelt werden

„Ich will, dass die Menschen sich Gedanken machen, ob es nötig ist, die Sachen hinter sich in die Hecke zu schmeißen, anstatt die paar Meter zum Mülleimer zu gehen“, erklärt Valenti. Trotz der intensiven Reinigungsaktion liege noch Müll zwischen den Pflanzen. „Es ist unmöglich, alles raus zu bekommen“, bedauert sie. 

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