Einen Abend voller Überraschungen hatten Bernhard Stengele, Paul Amrod und Ouelgo Téné für die Besucher des „Kultur unterm Dach“-Spezial zum dritten Geburtstag des Vineum vorbereitet.

Bernhard Stengele, Paul Amrod, Quelgo Téné und Milena Ivanowa.
Bernhard Stengele, Paul Amrod, Quelgo Téné und Milena Ivanowa. | Bild: Lorna Komm

Mit Milena Ivanowa am Cello und Gesang hatte das Trio sich Verstärkung für den Abend auf die Bühne geholt. Kurzfristig am Vorabend des Auftritts wurden die Meersburger Karl Roth und Arthur Schick – alte Bekannte Stengeles aus Zeiten des Meersburger Sommertheaters – für einen Gastauftritt zur Uraufführungen eines mundartlichen Stammtischgesprächs gebeten. Heimatverbundenheit und Dialekt zogen sich wie ein roter Faden durch das breit gefächerte Programm.

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Umgetextete Lieder von George Gershwin oder den Doors „Reiter über dem See“ statt „Riders on the Storm“ wechselten sich ab mit Gedichten oder Balladen. Im lockeren Erzählstil wechselte Stengele von Thema zu Thema, so verband er auf der Reise durch die alten Texte seine Beobachtungen zum Waldsterben scheinbar übergangslos mit einem Monolog aus William Shakespeares Sommernachtstraum.

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Mit kräftiger Stimme und ausladenden Gesten rezitierte der ausgebildete Schauspieler Stengele die Texte voller Inbrunst. Gedichte aus dem Spätmittelalter von Francois Villon finden ebenso ihren Platz an dem Abend wie die deutsche Übersetzung „Wenn uns nur die Liebe bleibt“ des „Quand on n‘a que l‘amour“ von Jacques Brel, welches als Hommage an die Opfer des Attentats vom Bataclan-Theater gespielt wurde.

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Eindeutiger Höhepunkt des Abends war die lebendig vorgetragene Version des Märchens „Die Bremer Stadtmusikanten“ der Gebrüder Grimm. Ouelgo Téné, geboren in Burkina Faso, erzählte die Geschichte auf Französisch nach Tradition der westafrikanischen Geschichtenerzähler. Mit ausdrucksstarker Mimik gab er jedem Tier seinen Charakter, während Stengele simultan auf Schwäbisch übersetzte, was immer wieder zu Gelächter führte.

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