Zwischen Meersburg und seiner französischen Partnerstadt Louveciennes bei Paris findet bereits zum 26. Mal ein Schüleraustausch statt. Rund 20 französische Kinder im Alter von zehn und elf Jahren verbringen eine Woche am Bodensee.

Zum Auftakt Frühstück mit dem Bürgermeister im Rathaus

Bürgermeister Robert Scherer begrüßte sie am Montagmorgen im Rathaus mit einem kleinen Frühstück zum Auftakt ihres Programms. Auf Letzterem stehen auch klassische Ausflugsziele wie die Insel Mainau, die Pfahlbauten und der Affenberg. Besonders freuen sich die Kinder, sowohl die französischen als auch ihre deutschen Gastgeber, auf den Wasserspielplatz auf der Mainau.

Partnerschaftskomitees organisieren Austausch

Der Bürgermeister betonte, wie wichtig es sei, andere Menschen und Kulturen kennenzulernen. Er bedankte sich für die Organisation des Austauschs bei den Partnerschaftskomitees der beiden Städte. „Das lebt von den Menschen im Hintergrund“, würdigte Scherer das Engagement der Ehrenamtlichen. Dazu zählen Gisela Heinzel, die den Schüleraustausch und den vorbereitenden Französisch-Workshop leitet, sowie die Ehepaare Morin und Reimund.

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Deutsche studieren für Franzosen Begrüßungslied ein

Dieter Reimund am Keyboard stimmte mit der „Eurovisionshymne“ alle auf die grenzüberschreitende Freundschaft ein und begleitete die deutschen Kinder auch bei dem französischen Begrüßungslied, das sie für die Gäste einstudiert hatten.

Französische Begleiter kennen Meersburg

Angeführt werden Letztere von Lehrerin Natascha Margerie und Jean-Paul Denfert, der seine Tochter begleitet und bereits vor zwei Jahren mit seiner älteren Tochter in Meersburg war. Denfert spricht Deutsch und (er-)lebt die deutsch-französische Freundschaft von Kindesbeinen an. Er wuchs in einem Dorf bei Chartres auf, und als er zehn Jahre alt war, riefen seine Eltern eine Partnerschaft mit einem Dorf bei Mainz ins Leben.

Mehrere Schüler auf beiden Seiten mehrsprachig

Auch unter den Schülern beider Seiten sind bereits einige mehrsprachig, da sie aus deutsch-französischen Verbindungen stammen. Regelrecht polyglott ist der elfjährige Yasin Syla, der die Gemeinschaftsschule Meersburg besucht. Er kam im Kosovo zur Welt, spricht Deutsch wie ein Muttersprachler, lernte vor Jahren Slowenisch und jetzt Englisch und Französisch.