„Dicker-Pulli-Energiespar-Tag“ oder temporärer Handyverzicht: Es gibt viele Möglichkeiten, bereits mit kleinen Handlungen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Darauf haben die Teilnehmer des Naturwissenschafts- und Technikmoduls (NWT) „Plastikwelt“ und der Arbeitsgemeinschaft „DHG4Future“ ihre Mitschüler am Droste-Hülshoff-Gymnasium aufmerksam gemacht.

Täglich Mitmachaktionen zu Müll, Strom oder Plastik

Eine Woche lang gab es tägliche Mitmachaktionen, die anregen sollten, sein eigenes Konsumverhalten bezüglich Müll, Strom oder Plastik zu überdenken. So wurden die Schüler aufgefordert, sich am „Dicker-Pulli-Tag“ wärmer anzuziehen, da an diesem Tag die Heizungen runtergedreht wurden. „Ich fand es trotzdem warm genug“, sagte Josephine Hummel. Die Zehntklässlerin erzählt, sie habe sich nicht anders angezogen als sonst auch. Allerdings war die Außentemperatur an dem Tag recht angenehm.

Den Schülerinnen Josephine Hummel und Laura Lach (von links) reichte am Energiespartag trotz runterregulierter Heizung die normale Kleidung. Die Anregungen der Klimawoche wollen sie auch zukünftig im Alltag umsetzen.
Den Schülerinnen Josephine Hummel und Laura Lach (von links) reichte am Energiespartag trotz runterregulierter Heizung die normale Kleidung. Die Anregungen der Klimawoche wollen sie auch zukünftig im Alltag umsetzen. | Bild: Lorna Komm

Lehrerin: Licht wurde weniger eingeschaltet

Und Lehrerin Lena Hofstätter räumt ein: „Wir konnten die Heizung auch nicht ganz abdrehen, da der Energieverbrauch zu hoch gewesen wäre, sie wieder komplett hochzufahren.“ Ihr sei positiv an dem Energiespartag aufgefallen, dass das Licht wirklich weniger eingeschaltet worden sei.

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Schüler wollen Ideen auch zu Hause umsetzen

„Cool“ fand Laura Lach die Aktionswoche. „Es ist toll, dass man durch kleine Dinge viel ändern kann, ohne einen großen Aufwand zu betreiben.“ Die Schülerin will zukünftig auch zu Hause versuchen, auf den Energieverbrauch zu achten.

Schüler können eigene Themen für NTW einbringen

NWT-Lehrerin Isabell Wolowski leitet das derzeitige Modul „Plastikwelten“. Sie erklärt, dass im Sinne der Nachhaltigkeit im laufenden Schuljahr immer wieder einzelne Aktionstage untergebracht werden sollen. Sie sei schon gespannt, welches Thema für das nächste naturwissenschaftliche Modul ausgesucht werde, denn die Schüler können im bestimmten Rahmen ihre eigenen Ideen einbringen.

Erschreckend hoch fand Judith Serr die Zahl der 705 Zigarettenkippen, die bei der Sammelaktion gefunden wurden.
Erschreckend hoch fand Judith Serr die Zahl der 705 Zigarettenkippen, die bei der Sammelaktion gefunden wurden. | Bild: Lorna Komm

705 Zigarettenstummel und weiterer Müll

So sammelten die 17 Schüler des jetzigen NWT-Moduls innerhalb von zwei Schulstunden Berge von Müll im Gebiet vom Meersburger Hafen bis zur Liegewiese am Rondell. Sie fanden neben Plastikabfall, darunter ein kompletter Plastiktisch, und etlichen Kronkorken eine Vielzahl von Zigarettenstummeln. Judith Serr meinte betroffen: „705 Zigarettenkippen, das ist erschreckend.“ Die Schülerin warnte: „Die Vögel und die Möwen fressen die, weil sie sie für Futter halten.“

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Anfangs Kritik an vegetarischer Woche in der Mensa

In der Woche gab es auch Vorträge, Filmvorführungen und einen plastikfreien Tag, an dem der Schwerpunkt auf der Verpackung des Pausenbrots lag. Jedoch wurden nicht alle Ideen von den Schülern positiv aufgenommen. „Anfangs gab es leichte Kritik, dass die Woche auch zur vegetarischen Woche in der Schulmensa erklärt wurde“, erzählte Josephine Hummel und fügt an: „Aber die Hauswirtschaft hat das super umgesetzt und Pizza Margherita fanden dann alle annehmbar.“

Künftig ein fleischloser Tag pro Woche

Auch künftig soll an einem Tag der Woche fleischlos für alle gekocht werden; bisher gab es ein vegetarisches Essen als Wahlmenü. Die Initiatorinnen Lena Hofstätter und Isabell Wolowski bestätigten, dass das Team der Hauswirtschaft die Aktionswoche „voll mitgetragen“ habe. Sie wiesen darauf hin, dass sich das Gymnasium schon länger in Sachen Umweltschutz engagiere, und nannten als Beispiele: „Regenwaldlauf, Wasserspender ohne Plastikbecher und die Fair-Trade-AG, die sich auch um die Bestückung des Getränkeautomaten kümmert.“