Beim Neujahrsempfang der Stadt Meersburg reichte der Ausblick des Bürgermeisters über das Jahr 2019 hinaus. „Das heißt nicht umsonst Meersburg 2030“, betonte Robert Scherer mit Verweis auf den Stadtentwicklungsplan, der seit seinem Amtsantritt 2017 angeschoben wurde. Scherer unterstrich abermals die Wichtigkeit von Visionen, um große Vorhaben verwirklichen zu können. Erste Schritte habe man dafür 2018 bereits gemacht.

500 Ideen gehen beim Bürgerbeteiligungsprozess ein

An erster Stelle nannte Scherer den Auftakt des Bürgerbeteiligungsprozesses, in dessen Verlauf über 500 Ideen und Anregungen eingingen. Als Meilenstein für die Stadtentwicklung bezeichnete Scherer den Beschluss für ein neues Parkhaus an der Fähre, dessen Bau dieses Jahr starte. „Mitte 2020 wollen wir’s fertig haben.“ Der gleiche Zeitplan gelte für das Feuerwehrhaus.

Tina Scherer, die Frau des Bürgermeisters, begrüßt Trachtenmädchen Anna Kleiner, links Maria Kleiner.
Tina Scherer, die Frau des Bürgermeisters, begrüßt Trachtenmädchen Anna Kleiner, links Maria Kleiner. | Bild: Sylvia Floetemeyer

Überhaupt verknüpfte Scherer auch seinen Rückblick mit dem Begriff Zukunft, den er schon bei seiner Ansprache im vergangenen Jahr mehrfach verwendet habe. Denn zum einen beschäftigten viele Themen die Stadt weiterhin. Zum anderen wollte Scherer aufzeigen, was sich 2018 in Schlüsselbereichen getan habe.

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Um hier nur einige zu nennen: So führe die Stadt die Therme nun in Eigenregie, die Alte Wache sei saniert und neu vermietet, der Ratskeller instandgesetzt worden. Der Breitbandausbau sei in die zweite Runde gegangen und erstmals seit vielen Jahren habe man wieder städtische Bauplätze für Familien bereitstellen können.

Hermann Löhle, Landwirt: "Ich wünsche mir von der Stadt, dass sie auch uns Landwirte anerkennt, dafür, dass wir die Landschaft um Meersburg herum pflegen. Und man könnte mal die maladen Straßen richten, etwa den Lehrenweg."
Hermann Löhle, Landwirt: "Ich wünsche mir von der Stadt, dass sie auch uns Landwirte anerkennt, dafür, dass wir die Landschaft um Meersburg herum pflegen. Und man könnte mal die maladen Straßen richten, etwa den Lehrenweg." | Bild: Sylvia Floetemeyer

Letztere Punkte blieben auch 2019 aktuell. So lege man großen Wert auf neue Bebauungspläne für bezahlbaren Wohnraum. Meersburg sei aber nicht nur Wohn- und Arbeitsort, sondern auch ein wichtiger Kultur- und Bildungsstandort. So sei man mit der laufenden Schulsanierung auf einem guten Weg. In puncto Kultur bleibe man ganzjährig vielfältig, selbst wenn es 2019 keine Open Airs gebe, dafür aber etwa eine neue Konzertreihe im Vineum. „Meersburg ist eine Kulturstadt“, unterstrich Scherer. Dazu trage auch die Stadtkapelle bei, die, geleitet von Marianne Halder, den Empfang umrahmte.

Silvia Keck, Angestellte: "Ich finde die derzeitigen Fortschritte in der Stadt sehr schön und die Gesprächsbereitschaft von allen bemerkenswert. Ich wünsche mir, dass das so weitergeht."
Silvia Keck, Angestellte: "Ich finde die derzeitigen Fortschritte in der Stadt sehr schön und die Gesprächsbereitschaft von allen bemerkenswert. Ich wünsche mir, dass das so weitergeht." | Bild: Sylvia Floetemeyer

Scherer bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen. So erwähnte er etwa die Feuerwehr und den Helferkreis Asyl und lud zur Bürgerehrung am 16. Mai ein. Freiwillige sind ebenfalls gefragt, sollte ein Bürgermobil verwirklicht werden. Scherer kündigte an, er selbst sei bereit, Fahrdienste zu übernehmen.

Utz Geiselhart, Geschäftsführer Handelsverband Südbaden: "Für Meersburg ist das neue Parkhaus ein großer Schritt. In Zeiten des Online-Handels sind Parkplätze und Erreichbarkeit zentrale Themen. Eine Stadt, die da Lösungen bietet, gehört sicher nicht zu den Verlierern."
Utz Geiselhart, Geschäftsführer Handelsverband Südbaden: "Für Meersburg ist das neue Parkhaus ein großer Schritt. In Zeiten des Online-Handels sind Parkplätze und Erreichbarkeit zentrale Themen. Eine Stadt, die da Lösungen bietet, gehört sicher nicht zu den Verlierern." | Bild: Sylvia Floetemeyer

Der Dialogprozess im Straßenbauvorhaben Planfall 7.5 wird dieses Jahr fortgesetzt. Der „Blumenstrauß an Korridoren“ werde am 12. Februar in Markdorf öffentlich vorgestellt. Scherer bat die Bürger, diesen Termin wahrzunehmen. Aus Meersburger Sicht seien Schallschutzmaßnahmen und die Anschlussknoten ganz wichtig. Abschließend meinte Scherer: „Meersburg holt auf!“

Tanja Fäßler, Leiterin der Sommertalschule: „Wir wünschen uns, dass uns die Stadt weiterhin so gut unterstützt, auch bei der Medienausstattung in der gesamten Schule, und dass der Neubau im Sommer fertig ist.“
Tanja Fäßler, Leiterin der Sommertalschule: „Wir wünschen uns, dass uns die Stadt weiterhin so gut unterstützt, auch bei der Medienausstattung in der gesamten Schule, und dass der Neubau im Sommer fertig ist.“

Wenn man den Weg geradeaus weiterverfolge, werde aus der Vision Meersburg 2030 Realität. Dabei seien auch kleine Dinge wichtig, führte der Bürgermeister mehrfach aus. Tatsächlich bekam er schon vor seiner Rede Beifall: als die neue Riesenleinwand vor der Bühne herunterfuhr, auf die Bilder aus dem Jahresverlauf projiziert wurden, darunter die Stadtimpression „Indian Summer“ von Achim Mende.