Der Gemeinderat beschloss in der vergangenen Sitzung einstimmig die Jahresrechnung für das Rechnungsjahr 2018 mit einem Gesamthaushaltsvolumen von 3,4 Millionen Euro. Dem Vermögenshaushalt wurden rund 170 000 Euro zugeführt. Die allgemeinen Rücklagen schrumpfen von vormals 900 000 auf 700 000 Euro. 240 000 Euro mussten den allgemeinen Rücklagen entnommen werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung bewegt sich bei 233 Euro pro Einwohner.

Die Gemeinde hat unter anderem in einen neuen Internetauftritt investiert.
Die Gemeinde hat unter anderem in einen neuen Internetauftritt investiert. | Bild: Martina Wolters

„Die Rücklagen sind über 2,5 mal höher als die Verschuldung“, unterstrich Ewald Geßler, der als neuer Kämmerer für die Verbandsgemeinden Hagnau, Stetten und Daisendorf die Zahlen präsentierte. „Die fetten Jahre sind vorbei“, kommentierte Heß den Schuldenstand und die gegenüber dem Jahr 2017 gesunkene Zuführungsrate mit Blick auf die Kosten der neuen Krippeneinrichtung. Gleichzeitig kündigte er eine mögliche Kreditaufnahme an, die in der nächsten Ratssitzung Thema sein soll. Geßler hob die wichtigsten Investitionen hervor. Die Umlage an den Gemeindeverwaltungsverband in Höhe von 54 000 Euro stellte dabei den größten Posten dar. Die Gemeinde investierte ferner in die Sanierung des Abwasserpumpwerks (31 000Euro) oder in die Straßenbeleuchtung (12 000 Euro). 20 000 Euro flossen in die entstehende U3-Betreuungseinrichtung, 21 000 Euro gingen an die Feuerwehr für Handsprechfunkgeräte. Der neue, gemeindliche Internetauftritt schlug mit 10 000 Euro zu Buche. Insgesamt zeigten sich Kämmerer wie Bürgermeister Daniel Heß mit der Abrechnung zufrieden.

190 000 Euro fließen in Investitionen

Der Vermögenshaushalt umfasst rund eine Million Euro. Davon entfallen laut Geßler 190 000 Euro auf Investitionsausgaben. Tilgungsausgaben in Höhe von 41 000 Euro seien angefallen und 775 700 Euro verblieben als noch nicht ausgegebene Haushaltsreste. Zwei Drittel davon waren für die U3-Betreuung vorgesehen. Nicht verwendete Einnahmereste (590 000 Euro) überträgt der Finanzbeamte ebenfalls in das laufende Haushaltsjahr.

In Stetten fehlt es an Kleingewerbe

Tobias Heiß (FWV) interessierte sich für die 64 000 Euro Weniger-Einnahmen im Gewerbesteuerbereich. „Wir brauchen dringend Kleingewerbe“, meinte der Bürgermeister. Jürgen Kammerer(FWV) gab der Unterhaltungsaufwand für das Wassernetzt zu denken. Es sei bedauerlich, dass dort lange nichts gemacht worden sei. Das müsse wieder in den Fokus rücken, so Kammerer.