Der Neubau ist erforderlich, um den Rechtsanspruch von Eltern auf eine Betreuung von Kindern unter drei Jahren zu sichern. Bereits im Vorfeld fanden mehrere Besprechungen mit Fachstellen, Kindergartenleitung und Verwaltung statt. Die Finanzierung der Gesamtmaßnahme von rund einer Million Euro wurde im Haushalt eingeplant. Die Baumaßnahmen sollen in drei Abschnitten verlaufen, wobei der Anbau für die U3-Betreuung am Anfang stehen soll. Ein Anbau einer Mensa und der Umbau des bestehenden Kindergartens sollen folgen. Die Mensa soll auch von den Kindern der benachbarten Grundschule genutzt werden.

Mensanutzung auch für Schulkinder

Bürgermeister Daniel Heß bezeichnete das „Gesamtkonstrukt als ein klasse Konzept für die Zukunft“. Die Mensanutzung auch für Schulkinder mit einzuplanen, beschreibt er als notwendig, da Ganztagsbetreuung und Ganztagsschule zukünftig immer mehr gefordert werden. Klaus Horn (FWV) meinte: „Das sieht gut und logisch aus“ und fragte, ob die Finanzierung über zwei Haushaltsjahre stehe. Heß bestätigte das und verwies auf die bereits beantragten Zuschüsse in der zu erwartenden Höhe von rund einer halben Million Euro.

Martin Frick (CDU) fragte nach, wieso zwei Küchen und zwei Essbereiche in der Gesamtplanung vorgesehen seien – einmal für die Mensa und einmal im U3-Bereich. Sonja Schembera, Leiterin des Kindergartens, erläuterte die Notwendigkeit damit, dass die Kleinen auch frühstücken. Der Weg jedes Mal bis zur Mensa sei zu weit für die unter Dreijährigen.

Schmutzschleuse vom Garten ins Gebäude

Einhellige Zustimmung erfuhr die eingeplante Schmutzschleuse vom Garten ins Gebäude. Nicola Barth regte an, ein zusätzliches „Guckfenster“ vom Personalraum in den Schlafraum einzuplanen. Außerdem fragte sie, ob es keine andere Lösung gebe, als dass das Personal von einem Gebäude in das andere nur durch das Büro komme. Schembera erwiderte, dass aus Kostengründen Kompromisse gemacht werden mussten. Heß kommentierte: „Feinjustierungen sind noch möglich. Wir haben das Maximale rausgeholt.“

Jürgen Kammerer (FWV) erkundigte sich nach der geplanten Bauzeit und den zu erwartenden Behinderungen für die Kindergartennutzung. Man rechne mit etwa einem Jahr Bauzeit, antwortete Heß, dann könne die U3-Betreuung Anfang 2020 starten. Zuerst müsse aber in der Oktobersitzung der Beschluss gefasst werden, dann können die Ausschreibungen beginnen. Weiterhin spielen Unwägbarkeiten wie die Verfügbarkeit von Handwerkern und das Wetter eine Rolle. So sei eine Terminierung zurzeit noch „Spekulation“.

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