Das Vorhaben, anstelle der bisherigen Gewerbehalle hinter dem Discounter in der Dr.-Zimmermann-Straße ein Ärztehaus zu bauen, ist im Ausschuss für Umwelt und Technik durchaus auf Sympathien gestoßen. Dennoch erteilte das Gremium einem Bauvorbescheid mit sechs Nein- zu fünf Ja-Stimmen eine knappe Absage.

Zwei Geschosse höher als der Einkaufsmarkt

Ausschlaggebend für dieses Ergebnis war vor allem die geplante Gebäudehöhe, die den maximal zulässigen Wert um 4,31 Meter überschreiten würde. Zwei Geschosse würden laut Bauamtschef Martin Bleicher über den „Norma“-Markt ragen. Außerdem wäre für den eingereichten Entwurf eine Befreiung von den Baugrenzen um fünf Mal 42 Meter nötig.

Das könnte Sie auch interessieren

Maximal 1,75 Meter Überschreitung wären vertretbar

Bleicher teilte dem Gremium mit, aus Sicht der Bauverwaltung wäre eine Überschreitung der maximalen Gesamthöhe um 1,75 Meter vertretbar. Dies ließe eine um ein Geschoss reduzierte Bebauung mit einem zurückgesetzten Dachgeschoss zu.

Vorschlag: Drei Baukörper statt ein kompakter Riegel

Ferner schlügen die Architekten statt eines durchgehenden, kompakten Gebäuderiegels drei Baukörper vor. Dieser Vorschlag fand Befürworter, auch wenn Peter Schmidt (CDU) meinte, es entstehe dann immer noch ein „sattes Konglomerat am Entree zur Lichtenwiese“.

Das könnte Sie auch interessieren

Pro: Standort für Vorhaben gut geeignet

Die vorgesehene Höhe des Vorhabens stieß aber auf viel Kritik im Ausschuss, so etwa bei Monika Biemann (Umweltgruppe) und Ulrike Wirbatz (SPD). Beide Rätinnen hielten jedoch den Standort gut geeignet für das vorgesehene Objekt, das Arztpraxen, eine Apotheke, Therapie- und Sanitätsgewerbe enthalten soll.

Gefahr, dass statt Praxen Penthouse-Wohnungen kommen könnten?

Auch Markus Waibel (FW) konnte dem Konzept etwas abgewinnen, argwöhnte aber, dass, wenn es sich nicht verwirklichen ließe, stattdessen Penthouse-Wohnungen entstehen könnten. Christian Herter (Umbo) forderte für den Fall, dass man das Projekt bewillige: „Ich will festgeschrieben haben, dass dort dann auch Arztpraxen und nicht Penthouse-Wohnungen vorkommen.“ Martin Brugger (CDU) meinte hingegen: „Wenn ich zu den oberen Zehntausend gehören würde, würde ich mir nicht dort hinten eine Penthouse-Wohnung kaufen.“