Deren Angebot über 198 000 Euro lag rund 112 000 Euro unter der Kostenberechnung des Ingenieurbüros HPC. Denn eine Baugrunduntersuchung hatte ergeben, dass die hintere Stützmauer stehen bleiben muss, da sonst das Gelände nicht mehr standfest wäre und der Hang abzurutschen drohte, wie Diplom-Ingenieur Rudolf Zwisler von HPC erläuterte.

Vier Nein-Stimmen

Vier Räte stimmten mit Nein: Georg Dreher und Peter Köstlinger (beide CDU), Boris Mattes (SPD) und Anna-Lena Murzin (Grüne). Mattes meinte lapidar, er sei gegen den Abriss: „So kann man noch mehr Geld sparen.“ Dreher begründete seine Ablehnung so: „Wir suchen händeringend nach bezahlbarem Wohnraum.“ Und hier reiße man ein Wohngebäude ab, das nicht in einem desolaten Zustand sei, „um Schotterplätze draus zu machen“ – für eine vorläufige Nutzung als Parkraum.

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„Die Kubatur soll (nach dem Abbruch) wieder mit Kiesmaterial verfüllt werden“, informierte Bernd Engesser vom Bauamt. Peter Krause (Umbo) meinte, man könne die Baugrube doch einfach mit dem Aushub und dem zerkleinerten Abbruch verfüllen statt mit dem vorgesehenen Recyclingmaterial, das man extra anschaffen müsse. Engesser sagte, dadurch verlöre man Fördermittel. „Es gibt dann keinen Zuschuss, wenn wir es später wieder ausgraben müssen.“