Von Neukirch nach Meckenbeuren führt die zweite Etappe des Jubiläumswegs durch das Westallgäuer Hügelland und die von Obst- und Hopfenanbau geprägte Landschaft. Mit einer Länge von 17 Kilometern und wenigen Höhenmetern gehört sie zu den einfacheren.

Schattige Wälder

Kurz nach Neukirch, im östlichsten Zipfel des Bodenseekreises, taucht der Wanderer in schattige Wälder ein. Vor allem an warmen Tagen eine echte Wohltat. Am Jägerweiher ist die Ruhe nahezu vollkommen. Ein Specht hämmert ins Holz, die Vögel singen ihr Lied und mir schmeckt mein Frühstück auf dem Bänkchen mit Blick übers Wasser. Für mich hat sich der Start am frühen Morgen bewährt. Außer ein paar Hundehaltern ist noch niemand unterwegs und ich kann die Natur ganz für mich genießen.

Ausblicke über den See bis zum Säntis

Wegkreuze markieren die schönsten Punkte: Die zweite Etappe des Jubiläumswegs Bodenseekreis führt von Neukirch nach Meckenbeuren.
Wegkreuze markieren die schönsten Punkte: Die zweite Etappe des Jubiläumswegs Bodenseekreis führt von Neukirch nach Meckenbeuren. | Bild: Claudia Wörner

Der Blick auf die Barockkirche von Krumbach bei Austritt aus dem Wald auf einem kleinen Wiesenweg ist überraschend schön. Vom Auto aus sind solche Blicke schlichtweg nicht möglich. Zahlreiche Wegkreuze fallen auf der Etappe durch die oberschwäbische Kulturlandschaft auf. Sie markieren Kreuzungspunkte und die schönsten Ausblicke über den See bis hin zum Säntis.

Beeindruckende Birkenallee

Oberschwäbisch-ländliche Idylle: Die zweite Etappe des Jubiläumswegs Bodenseekreis führt von Neukirch nach Meckenbeuren.
Oberschwäbisch-ländliche Idylle: Die zweite Etappe des Jubiläumswegs Bodenseekreis führt von Neukirch nach Meckenbeuren. | Bild: Claudia Wörner

Bis zur Brünnensweiler Höhe, dem Hausberg und Panoramaplatz Tettnangs, geht es durch offenes Hügelland mit Obstanlagen und Hopfengärten. Über das Hofgut Kaltenberg, erbaut von Hopfenpionier Israel Friedrich Wirth, geht es hinab ins Schussental. Neben dem Gebäude beeindruckt mich die Birkenallee. Zu Recht ist sie als Naturdenkmal eingestuft. Der Gehrenberg begrenzt den Blick über das Schussental. Er wird meine Wegmarke bei der dritten Etappe von Meckenbeuren nach Markdorf.