Demokratie lebt vom Wechsel. Eine Binsenweisheit, die Andreas Schmid nach einem für ihn bitteren Wahlabend nicht leicht von den Lippen ging. Eigentlich war alles für ihn angerichtet. Und trotzdem wurde es nichts aus dem Rückenwind für ihn, der Metaphern aus der Sportwelt doch so sehr liebt. Obwohl er das Bildungszentrum sicher über die Ziellinie gebracht hat, der noch vor wenigen Jahren zu beklagenden Rekordverschuldung den Wind aus den Segeln genommen und den lange erhofften Startschuss für die unendliche Geschichte der neuen Halle in Meckenbeuren gegeben hat – um nur einige seiner Erfolge der vergangenen acht Jahre zu nennen. Warum also die Ohrfeige, die er von den Wählern bekommen hat? Gab's Probleme mit der Bürgernähe? Darüber kann nur spekuliert werden. Nicht umsonst hat wohl Elisabeth Kugel die Nähe zum Bürger zum Hauptthema ihres Wahlkampfs gemacht. Man darf gespannt sein, wie sich die Rathauspolitik in den kommenden acht Jahren verändern wird. Die Herausforderungen bleiben auch für Meckenbeurens neue Bürgermeisterin sportlich.