Das Zeltlager im Donautal der Evangelischen Jugend findet statt. Diese Nachricht war für viele Kinder vor einigen Tagen ein „märchenhafter Traum“, wie Tibor Nagy, evangelischer Pfarrer, in einem Pressetext schreibt. Denn lange war unklar, ob das Lager des Kirchenbezirks Überlingen-Stockach überhaupt stattfinden könnte.

Leitungsteam mit großem Engagement

Aber nachdem die Landesregierung im Juni dazu ermutigt hatte, dass Zeltlager und Ferienprogramme mit Einschränkungen erlaubt seien, hatte sich das Leitungsteam mit großem Engagement daran gemacht, ein Hygiene- und Schutzkonzept auszuarbeiten und das Lager mit möglichst wenigen Kontakt zur Außenwelt zu planen.

Das Lager fand mit möglichst wenig Kontakt zur Außenwelt statt. Alle Teilnehmer machten vor Beginn des Lagers einen Corona-Test.
Das Lager fand mit möglichst wenig Kontakt zur Außenwelt statt. Alle Teilnehmer machten vor Beginn des Lagers einen Corona-Test. | Bild: Nagy, Tibor

Als dann Ende Juli die Fallzahlen wieder nach oben gingen, entschied sich das Team laut Nagy dazu, mit einem Pool-Test alle Teilnehmer und Mitarbeiter des Lagers vor Beginn des Camps zu testen. Als das Ergebnis aller negativ war, konnte endlich losgehen. Von den insgesamt 100 Personen waren 50 Personen aus Markdorf und Umgebung, sodass sich viele schon von der Schule oder von der Kirchengemeinde kannten.

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Tage waren mit vielen Aktionen gefüllt

Bei Temperaturen über 30 Grad starteten die Teilnehmer durch, gefolgt von schweren Gewittern in der ersten Nacht. Zwar war so manches Auge in dieser Nacht wach, aber glücklicherweise blieben die meisten Zelte trocken, teilt Nagy weiter mit. Die folgenden Tage waren gefüllt mit viel Spiel und Spaß in der Natur, mit Baden in der Donau, oder Hüttenbauen im Wald. Jeder Abend endete am Lagerfeuer mit Singen, Stockbrotbacken und wunderbaren Blicken in den sternklaren Himmel.

Motto des Lagers: Willkommen im Märchenwald

Auf große Gruppenaktivitäten wurde verzichtet und stattdessen das Programm in die Kleingruppen verlagert. In diese „Zeltfamilien“ wurde gegessen, gespült und gespielt. Da das Motto des Lagers „Willkommen im Märchental“ war, hatten alle Gruppen eine Märchenfigur als Maskottchen. Es gab die elf Zwerge, die gestiefelten Kater, die Badener Stadtmusikanten und viele mehr.

Das Motto des Lagers lautete „Willkommen im Märchental“ und so hatten alle Gruppen eine Märchenfigur als Maskottchen, darunter elf Zwerge.
Das Motto des Lagers lautete „Willkommen im Märchental“ und so hatten alle Gruppen eine Märchenfigur als Maskottchen, darunter elf Zwerge. | Bild: Nagy, Tibor

Jeden Tag wurde im Morgenkreis eine Geschichte aufgeführt, die von je einer Gruppe jeden Tag weitergeschrieben wurde. Aber egal, wie das Tagesprogramm auch gefüllt war: Es war auffällig, wie die Kinder in diesem Jahr die Gemeinschaft genossen haben, wie sie freudig alle Spiele, Lieder, Geschichten und Aktivitäten aufgesogen haben.

Sicher auch eine Folge davon, dass die Kinder die vergangenen Monate auf viele Freunde, Kreise und Gemeinschaftserfahrungen verzichten mussten, so Nagy.

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