Der Funke sprang von der ersten Sekunde an über. „Ich komme hier raus und das Erste, was ich sehe, ist der Pillermann von dem Engel da oben. Was für eine geile Location, ehrlich.“ Hennes Bender warf die Bälle in den immerhin dreiviertelvollen Stadel, die flogen prompt zurück.

Arielle als Zugabe: Hennes Bender am Samstag im Theaterstadel Markdorf.
Arielle als Zugabe: Hennes Bender am Samstag im Theaterstadel Markdorf. | Bild: Thomas Kapitel

„Ich hab nur zwei Hände“ heißt sein neues Programm und Bender macht, was er immer macht: quasseln ohne Punkt und Komma. Und scheinbar ohne Programm, aber nur scheinbar. Wie beiläufig hangelt er sich durch einen bunten Urwald von Alltagserlebnissen und -erkenntnissen.

Da bescheinigt er Corona-Leugnern „Mangelnde Ambiguitätstoleranz“, zerlegt Wortschöpfungen wie „Langzeittote“ (Michael Wendler), analysiert die Semantik von „Bettschwere“ (Waage neben dem Bett?) oder „fußläufig“ (wenn sich kleine Pinscher an seinem Bein reiben) und spielt mögliche Buchungsanfragen für sein „Insektenhotel“ vor. Oder was müssen wir uns vorstellen, wenn einer „Grüß mir Kaiserslautern“ sagt? Oder ein Ehemann zu seiner Frau „Ich hab nur zwei Hände“? Wohl deshalb habe Alexa eine weibliche Stimme. Wäre Alexa ein Mann, würden wir mit ihm diskutieren.

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Die Lustigkeiten deutscher Idiome auf die Spitze zu treiben, dem Publikum dabei ein paar „Life Hacks“ (Alltagstipps) mitzugeben – das ist Hennes Benders Markenkern. Das konnte auch die Zugabe im Arielle-Kostüm nicht kaputtmachen. „Geht hinaus und sagt allen, dass die Live-Kultur wieder da ist“, gab Hennes Bender mit auf den Weg.

Nächste Auftritte im Theaterstadel: Simon Pearce (22.10.), Chin Meyer (6.11.), Maxi Schafroth (26.11.), Django Asül (1./2.12.) www.gehrenberg.de