Das Sondergebiet „Freizeit und Erholung“ auf der Gemarkung Homberg umfasst das ehemalige Freizeitgelände der Klinik und wird dem Hotel des Berggasthofes mit verschiedenen Auflagen zugeordnet. So müssen die privaten Grünflächen, die als „private Parkfläche“ zweckbestimmt sind, naturnah mit blütenreichen Wiesenflächen und einheimischen Gehölzen angepflanzt werden. Die schon bestehende „Gehölzstruktur“ wie Feldhecken oder eine Buchen – Baumgruppe sollen bleiben und alte Schotterflächen begrünt werden.

Vorhandene landwirtschaftliche Gebäude (Eselhaltung) mit teilbefestigten Flächen und erhaltenswertem Baumbestand.
Vorhandene landwirtschaftliche Gebäude (Eselhaltung) mit teilbefestigten Flächen und erhaltenswertem Baumbestand. | Bild: Monika Weiß

Eine Nebenanlage mit Ställen, Scheunen und Unterständen für die Tierhaltung, erhielt eine Sondergenehmigung, ergänzt Kristina Lipinski vom Büro „365 Grad freiraum und umwelt“ aus Überlingen, die der Versammlung die Pläne erläuterte. Nicht zulässig auf dem Gelände des Freizeitparks seien dagegen „Wohnen- und Beherbergungsstätten“. Auch dürfen keine Wohnwagen und Mobilheime aufgestellt werden.

Bauherr Peter Kleemann vom Berggasthof Höchsten ist über die Zustimmung zu seinem Bauvorhaben „sehr zufrieden“, weil damit die Grundlagen für den Bebauungsplan erfüllt sind und er im Winter mit seinem Vorhaben starten kann. Dass er mit dem Ruhebereich für seine Hotelgäste den Kraftort Höchsten mit seiner heilenden Wirkung wieder in den Vordergrund stellen kann, ist ihm besonders wichtig.

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Die Vorteile des Bauvorhabens liegen für Ingenieurin Lipinski auf der Hand: Bereits verformte und versiegelte Gebiete auf dem ehemaligen Klinikgelände würden für den neuen Freizeitort genutzt; es müssten keine neuen Flächen zur Verfügung gestellt werden. Alte Gewächshäuser werden abgerissen, brachliegende Flächen und Schotterrasen werden begrünt wie etwa auch das Flachdach des Wellnessbades, damit sich alles in die Landschaft einfüge.

Durch das Bad mit Außenbereich seien Natur, Mensch und Umwelt nicht beeinträchtigt, versichert Lipinski. So werde das Licht des Freizeitgeländes abgedunkelt sein, sei damit insektenschonend und die spiegelfreien Fensterscheiben der neuen Gebäude verhinderten, dass keine Vögel dagegen fliegen. „Durch die Wiederherstellung des Parks und der Gebäude erhält das ehemalige Klinikgelände auf dem Höchsten eine deutliche Aufwertung“, so das Fazit von Lipinski.

Blick über das Plangebiet nach Süden.
Blick über das Plangebiet nach Süden. | Bild: Monika Weiß

Die Rodungen und der Abriss der alten Gebäude auf dem Klinikgelände sind im Winterhalbjahr geplant, so dass Wanderer und Erholungsbedürftige auf dem Höchsten durch die Bauarbeiten nicht gestört werden. Insgesamt sieht der Bebauungsplan ein begrenztes Baufenster mit zwei Baugeschossen vor, die am Rande des Wasserschutzgebietes „Deggenhausertal-Wittenhofen“ liegen. Mit Beeinträchtigungen sei auch hier nicht zu rechnen.

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