Am Fuß der Kerzen liegt frisches Moos. „Das haben wir uns im Wald geholt“, erklärt Viktoria. Die Elfjährige steht gemeinsam mit Mitschülern aus ihrer Klasse an einem Tisch mit Adventsschmuck und Gebäck. Es ist einer von sehr vielen Ständen auf dem Weihnachtsbasar im Bildungszentrum (BZM).

Sterne, Kekse, Konfitüren, Honig, Engel, Lichterketten aus Papier, Grußkarten, gebastelte Tannenbäumchen und, natürlich, Adventskränze, damit am Sonntag niemand ohne Lichtlein dastehen muss: Das Angebot ist bunt. Und wer genau hinschaut, erkennt, wie viel Mühe in den Basteleien steckt. „Zwei Tage lang“, so erzählt Viktoria weiter, „haben wir an unseren Kerzenständern gebastelt.“

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Deutlich länger als zwei Tage währten die Vorbereitungen fürs Weihnachtsmusical. „Vor zehn Wochen hat mich unser neuer Musiklehrer gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, dass wir mitsingen“, erklärt Margit Looser, die Leiterin des Unterstufenchors. Der wartet nun zusammen mit der Klasse 5c des Gymnasiums auf der Theaterstudio-Bühne darauf, dass es endlich losgeht. Doch bevor das „Hört der Engel helle Lieder“ erklingt, wird es noch einen Augenblick dauern. Denn Chorleiterin Looser begrüßt zuvor die Eltern, die sich so zahlreich eingefunden haben. Lehrerin Looser erklärt, dass das Musical eine Premiere ist. „Dazu laden wir zum ersten Mal ein bei unserem Weihnachtsbasar. Und – ganz wichtig – solche Aufführungen tragen sehr viel zur Identitätsstiftung bei den Schülern bei.“

Großes Gedränge herrscht nicht nur am Punschstand.
Großes Gedränge herrscht nicht nur am Punschstand. | Bild: Jörg Büsche

Inwiefern, das hatte zuvor Diana Amann erläutert: „Alle gemeinsamen Aktionen fördern den Zusammenhalt der Klasse“, erklärte die Gymnasialdirektorin. Die Schüler erleben sich jenseits des Unterrichts, unternehmen etwas miteinander. „Nach den beiden Pandemiejahren besteht da ein ungeheurer Nachholbedarf.“ Was die Schulleiterin besonders freut: „Ein Drittel ihrer Verkaufserlöse vom Weihnachtsbasar spenden die Schüler an die Markdorfer Tafel.“ Und das in Form von Lebensmitteln, die ebenfalls gemeinsam besorgt werden müssen.

Auch an diesem Stand laufen die Geschäfte bestens, signalisieren die jungen Betreiber.
Auch an diesem Stand laufen die Geschäfte bestens, signalisieren die jungen Betreiber. | Bild: Jörg Büsche

Neben Schmand-Kürbis-Kuchen gibt es im Oberstufen-Café etliche weitere Kuchen. Käsekuchen, Apfelkuchen, Eierlikörkuchen, zählt Emila Hemberger auf. Letzteren hat die 18-Jährige selbst gebacken. Die Vorbereitungen für das Kuchenbuffet verliefen arbeitsteilig. Die einen backten, die anderen putzten und dekorierten.

Wie gut die Belüftung in der Aula und im Foyer funktioniert, das bemerkt man erst draußen vor der Tür. Dort duftet es nach frisch gebackenen Waffeln, um die sich zahlreiche Besucher drängen.