Die Markdorfer Theatergruppe „Kreuz & Quer“ war bereits im Sommer mit Altstadtrundgängen unter dem Motto „Markdorfer Geschichts-Spielereien“ aktiv. „Geprobt haben wir teilweise online“, berichtet Schauspielerin Birgit Zimmermann. Dasselbe gilt für ein Stück, das die Theatergruppe ursprünglich in diesem Herbst auf die Bühne bringen wollte. Unter Vorbehalt gebe es jetzt den Plan für Aufführungen Ende April.

„Bis Weihnachten werden wir an drei Wochenenden an den Proben dranbleiben“, sagt Zimmermann. Das Theaterspiel in Präsenz sei für die Schauspieler natürlich viel schöner. „Aber die Online-Proben trugen dazu bei, unsere Gruppe zusammenzuhalten. Jetzt freuen sich alle, dass wieder normale Proben möglich sind.“ Nach der langen Zwangspause sei dies auch dringend nötig. Neben zusätzlichen Selbsttests werde versucht, auf Abstand zu achten, und es werde viel gelüftet.

Familientreffen in glücklichen Tagen auf der Bühne: Im April 2018 führte die Markdorfer Theatergruppe „Kreuz & Quer“ das Stück „Wege mit dir“ auf. (Archivbild)
Familientreffen in glücklichen Tagen auf der Bühne: Im April 2018 führte die Markdorfer Theatergruppe „Kreuz & Quer“ das Stück „Wege mit dir“ auf. (Archivbild) | Bild: Jörg Büsche
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Theatergruppe des Bodensee-Medley-Chors fehlt Planungssicherheit

Vorstand und Leitung der Theatergruppe des Bodensee-Medley-Chors haben sich dazu entschieden, auch im kommenden Jahr, und damit das zweite Jahr in Folge, das Theater ausfallen zu lassen. „Wir können nicht einschätzen, ob Corona im Winter wieder hohe Wellen schlägt und uns fehlt die Planungssicherheit“, sagt Theaterleiter Andreas Lang. Corona-Regeln und damit verbundene Auflagen und Hygiene-Konzepte würden die Sache mit Blick auf eine dreitägige Veranstaltung nicht leichter machen.

Coronabedingt liegen die Proben weiterhin auf Eis: Die Theatergruppe des Bodensee-Medley-Chors stand im Januar 2020 zum letzten Mal auf der Bühne. (Archivbild)
Coronabedingt liegen die Proben weiterhin auf Eis: Die Theatergruppe des Bodensee-Medley-Chors stand im Januar 2020 zum letzten Mal auf der Bühne. (Archivbild) | Bild: Christiane Keutner

Mit all den Auflagen wäre das Theater laut Lang zwar sicherlich umzusetzen. Aber weder Zuschauer noch der Chor oder die Schauspieler könnten die Unbeschwertheit genießen, die das Theaterspiel eigentlich ausmache. Seiner Ansicht nach wäre diese unbeschwerte Atmosphäre unter den gegebenen Umständen einfach nicht möglich.

„Wir stecken unseren Kopf aber nicht in den Sand, sondern nutzen die weitere Auszeit, um Prozesse und Abläufe rund um das Theater zu verbessern.“
Andreas Lang, Theaterleiter

Alle Theaterspieler seien noch mit an Bord. „Wir wollen auf jeden Fall 2023 mit Pauken und Trompeten auf die Bühne zurückkehren und dafür sorgen, dass unsere Zuschauer wieder herzhaft lachen können“, sagt Lang.

„Theater im Tal“ immer noch auf der Suche nach Regisseur

Peter Hilmes war langjähriger Regisseur des „Theaters im Tal“, hat sich aber bereits vor der Corona-Pandemie aus Altersgründen zurückgezogen. Aktuell sei nichts geplant und es könne zwei Jahre dauern, bis es beim „Theater im Tal“ wieder losgehen könne, sagt Hilmes. „Die Theatergruppe ist leider teilweise auseinandergefallen und muss sich erst wieder finden.“

Das „Theater im Tal“ ist immer noch ohne Regisseur. Thomas Himpel war als Truffaldino beim Stück „Der Diener zweier Herren“ im Sommer 2019 in Urnau dabei. (Archivbild)
Das „Theater im Tal“ ist immer noch ohne Regisseur. Thomas Himpel war als Truffaldino beim Stück „Der Diener zweier Herren“ im Sommer 2019 in Urnau dabei. (Archivbild) | Bild: Jan Manuel Heß

Theatergruppe Homberg-Limpach plant Open-Air

Mit der Theatergruppe Homberg-Limpach gibt es im Deggenhausertal ein weiteres Laientheater. „Bei uns geht es am 1. November wieder los mit den Proben im Dorfgemeinschaftshaus Limpach“, kündigt ihr Leiter Manfred Ströhle an. Allerdings plant die Theatergruppe nicht wie gewohnt Aufführungen um die Weihnachtszeit im Gasthaus „Mohren“, sondern im Frühsommer als Open-Air-Veranstaltung in der dörflichen Limpacher Kulisse.

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„Mit den Vorschriften stoßen wir an unsere Grenzen, außerdem können wir den Saal wegen der Pandemie nicht nutzen“, erläutert Ströhle die Gründe. Nichtsdestotrotz brauche die Truppe Beschäftigung. „Wir wollen nicht noch ein Jahr aussitzen und hoffen, dass das Open-Air-Theater mir mehreren Einaktern eine gute Alternative ist.“