Sie sind süß, aber auch recht heikel. Nässe, Kälte mögen sie nicht. Erdbeeren erweisen sich beim Anbau überhaupt als ziemlich empfindlich. Sodass den Landwirten einiges an Fingerspitzengefühl, ja „Einfühlung“ in die sensiblen Früchtchen abverlangt wird. Kurzum: Behutsamkeit ist angesagt. Auch beim Kampf gegen Unkraut.

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Wann darf welches Herbizid zum Einsatz kommen – nach dem Pflanzen, vor der Blüte oder während der winterlichen Vegetationspause? Wie können Spinnenmilben und Blattläuse vermieden werden oder der gefürchtete Erdbeerblütenstecher? Und was hilft gegen Schnecken? Fragen über Fragen – auf die Landwirt Bernhard Schupp nur eine Antwort kennt: „Ich verzichte auf die Spritze“, erklärt er, „und zwar ganz“.

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Der Obstbauer aus Hepbach beeilt sich zu erklären, dass er viel Verständnis habe für seine Kollegen, die beim Pflanzenschutz keineswegs auf Chemie verzichten wollen oder können. Und Schupp ist sich des Risikos sehr wohl bewusst, dass er vor bald zwei Jahrzehnten eingegangen ist, als er die Herbizidspritze an den Nagel hängte. „Das habe ich einfach gemacht, aber nicht groß drüber gesprochen.“

Rezept für Erdbeersalat

Der Erdbeeranbau sei seither arbeitsintensiver. „Ich muss öfter durch die Reihen, aussortieren.“ Mit Fingerzeig auf seine roten, prallen Prachtexemplare von Erdbeeren sagt er aber, dass sich der Aufwand lohne. Ganz persönlich nehme er indes noch etwas mit: ein Stück Natur, Pflanzen, Kräuter neben den Erdbeerpflanzen, die sonst dem Herbizideinsatz zum Opfer fallen würden.

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