Dass der Fettanteil beim Fleisch das Aroma prägt, zählt inzwischen zu den Binsenweisheiten aller Kochenden. Schon weniger dürften indes um die Rolle wissen, die das Futter für den Geschmack spielt. Metzgermeister Alexander Szabo aus Aulendorf schwört deshalb auf das Fleisch jener bäuerlichen Betriebe, von denen er seine Ware bezieht. „Weil die den Sommer auf der Weide verbringen und im Winter auf Stroh stehen“, erklärt Metzger Szabo.

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Noch wichtiger für den Wohlgeschmack und die Qualität sei das Futter. „Da sind weder Medikamente noch Anabolika drin.“ Ebenso wenig wie gentechnisch verändertes Pflanzengut, unterstreicht der Metzger.

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Heute empfiehlt er Hochrippe vom Rind. Die kommt aus dem vorderen Rückenbereich der Tiere. Sie hat eine kräftige Farbe. Sie ist mit feinen Fettäderchen marmoriert. Und sie eignet sich sehr gut für Schmorgerichte oder als Suppenfleisch. Alexander Szabo jedoch rät zum Grillen. Dafür bedarf es der nötigen Reife. Und die hätten seine Hochrippen. Denn darauf achte er sehr.

Hochrippe gegrillt

Mögen die Verhältnisse derzeit sehr ungewöhnlich sein: Die Corona-Krise mit ihren Abstandsregeln macht das Einladen von Freunden zu einer überaus heiklen Angelegenheit. In der Kernfamilie geht Grillen auf dem Balkon oder im Garten aber doch. Gutes Fleisch, frische Luft, obendrein der Anblick frühlingshaft satten Grüns, üppigen Blühens, sprießender Vegetation stärken den Organismus. Angeschlagen ist die Psyche schließlich genug durch Stuben-Office-Hocken und Pandemie-Sorgen.