Lange war nicht klar, ob der dritte Streetfood-Markt im August stattfinden kann. Doch für Veranstalter Markus Fetscher war klar, dass er alles versuchen würde, damit die Markdorfer unter Einhaltung der Corona-Verordnung diesen Markt besuchen und Essen aus aller Welt probieren können.

Veranstalter freut sich auf seine Heimatstadt

Es war eine Zeit des Abwägens: Ist die Veranstaltung rechtlich möglich, welche Auflagen müssen erfüllt werden und lohnt es sich überhaupt, wenn nur eine begrenzte Besucheranzahl zugelassen ist? „Trotz der sehr schwierigen Situation freue ich mich, auch dieses Jahr wieder in meiner Heimatstadt einen Streetfood-Markt veranstalten zu können, um so den Bürgern etwas zu bieten“ erklärt der 30-Jährige, der aus einer Markdorfer Schaustellerfamilie stammt.

Veranstalter Markus Fetscher freut sich, dass er den Markdorfern diesen Markt bieten kann.
Veranstalter Markus Fetscher freut sich, dass er den Markdorfern diesen Markt bieten kann. | Bild: Lang, Andreas

Das Konzept des Street-Food-Marktes hatte sich etabliert und Fetscher wäre 2020 mit vielen Veranstaltungen in der Region vertreten gewesen. Doch dann kam die Corona-Pandemie und stoppte alles. „Bei mir sind sechs Märkte und über 50 Veranstaltungen ausgefallen“, beschreibt Fetscher seine Lage.

Der erste Streetfood-Markt 2020 findet in Markdorf statt

In Markdorf wurde der Markt in den vergangenen zwei Jahren sehr gut angenommen. Am Samstag und Sonntag, 22. und 23. August, präsentieren die rollenden Küchen nun wieder ihre Spezialitäten und verwöhnen die Besucher mit sogenannten „Streetfood-Kreationen“. Es ist der erste Markt, den Markus Fetscher in diesem Jahr veranstalten kann – und in Markdorf trotz Corona ganz planmäßig.

Sicherheit, Schutz und Schlemmen

Dafür wurde ein ausführliches Hygienekonzept erarbeitet und umgesetzt. „Sicherheit und Schutz und trotzdem Schlemmen bis zum Abwinken? Ja, das geht“, so Fetscher und erklärt wie. Der Street-Food-Markt wird mit Bauzäunen eingezäunt, sodass nur durch einen Eingang, vom Rathaus kommend, das Gelände betreten werden kann, um den Besucherstrom überblicken zu können.

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Jeder Besucher muss beim Betreten ein Kontaktformular ausfüllen. Bis zu 400 Personen können sich gleichzeitig auf dem Gelände, auf dem eine Maskenpflicht besteht, aufhalten. Die Maske darf nur am Sitzplatz abgenommen werden. Desinfektionsspender stehen laut Markus Fetscher ausreichend zur Verfügung.

Kamera Tracking System zählt die Besucher

Um zu wissen, wie viele Menschen sich auf dem Marktplatz befinden, wird es ein Kamera Tracking System geben, dass die Leute beim Betreten und Verlassen des Geländes zählt. „Es wird aber nichts gespeichert“, betont Markus Fetscher. Auf einem Bildschirm mit Ampelsystem wird dem Besucher am Eingang signalisiert, wann er das Gelände betreten kann.

Der Street-Food-Markt wurde in Markdorf in den vergangenen Jahren gut angenommen.
Der Street-Food-Markt wurde in Markdorf in den vergangenen Jahren gut angenommen. | Bild: Jörg Büsche

Da Fetscher aufgrund der Corona-Verordnungen mehr Geld in die Umsetzung der Veranstaltung investieren musste, hatte er kurzzeitig überlegt, Eintritt zu verlangen und sich dann aber doch dagegen entschieden. „Ich habe noch nie Eintritt verlangt und das wäre gegen mein Konzept gegangen. Die Leute kommen zum Essen und da hat Eintritt nichts zu suchen“, so der 30-Jährige. Es wird aber auf freiwilliger Basis eine kleine Kasse geben.

Gäste dürfen sich auf leckere Speisen freuen

Ferenc Porkolab ist „Der Striezelmann“. Er war 2019 zum ersten Mal in Markdorf.
Ferenc Porkolab ist „Der Striezelmann“. Er war 2019 zum ersten Mal in Markdorf. | Bild: Lang, Andreas

Was erwartet die Gäste? „Leckere Speisen rund um den Globus. Egal ob saftige Burger, knackige Wraps, verlockende Pasta, zuckersüße Crêpes oder knusprige Baumstriezel – es wird wieder viele kulinarische Köstlichkeiten geben“, teilt Markus Fetscher mit. Der mit der weitesten Anreise – Adobo Foodtruck – kommt aus Frankfurt, stammt laut Fetscher aus der Sterneküche und bietet philippinische Spezialitäten an.

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Auch in der Streetfood-Branche hat die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen, einige Anbieter haben die vergangenen Monate finanziell nicht überlebt. Umso mehr freut sich Markus Fetscher auf die Kollegen, die am Wochenende in Markdorf dabei sein werden und so für eine hoffentlich sehr erfolgreiche dritte Auflage sorgen werden – wenn auch unter anderen Bedingungen.

Der Markt findet am Samstag/Sonntag, 22./23. August, statt. Los geht es an beiden Tagen jeweils um 12 Uhr. Am Samstag haben die Küchen bis 22 Uhr, am Sonntag bis 19 Uhr geöffnet. Eintritt frei.