„Stern über Bethlehem“, singen die drei. Es sind nur drei Könige an diesem 6. Januar, dem Dreikönigstag, der in der Markdorfer St.-Nikolaus-Kirche mit einer Eucharistiefeier begangen wird. Tatsächlich sind es weder die im Evangelium genannten „Sterndeuter aus dem Morgenland“, noch Weise, noch dem Stern hinterhergereiste Monarchen. Es stehen drei Ministranten im Chorraum, die golden schimmernde Kronen tragen.

Drei Ministranten als „Abordnung“ einer sehr viel größeren Gruppe

Pfarrer Ulrich Hund, der den Dreikönigs-Gottesdienst leitet, nennt die drei Ministranten eine „Abordnung“. Sie vertreten jene sehr viel größere Gruppe von Kindern und Jugendlichen in der Markdorfer Seelsorgeeinheit, die üblicherweise in diesen Tagen ausgesandt wird. Um die Häuser der Gläubigen zu segnen, aber auch, um Geld für die Sternsinger-Aktion zu sammeln.

Pfarrer Ulrich Hund
Pfarrer Ulrich Hund | Bild: Jörg Büsche

Unter dem Namen „die Sternsinger“ bittet das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche seit 61 Jahren um Geld für Hilfsprojekte in über 100 Ländern. „Dabei ist vor allem der Süden im Blick“, erläuterte Pfarrer Hund den Gottesdienstbesuchern. Neben den Armutsregionen in Asien, in Lateinamerika und Afrika wird in diesem Jahr auch auf die Not in der Ukraine hingewiesen, die nach wie vor unter Kriegsgeschehen leide.

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Sternsinger gehen nicht von Haus zu Haus

Anders als sonst werden die Sternsinger 2021 – mitten in der Corona-Pandemie – aber nicht von Haus zu Haus gehen, kündigt Pfarrer Hund an. Stattdessen kommt je eine Abordnung in die nächsten Gottesdienste.

Spendengeld kann aber trotzdem fließen. Zumal neben dem Kircheneingang Spendentüten ausgelegt sind. Darin liegen auch die Kreidestücke beziehungsweise der Aufkleber mit dem Segen für die Eingangstür. Den müssen sich die Spender nun selbst anheften. Die Spendentüten können dann im Pfarramt abgegeben werden.

Da die Sternensinger in diesem Jahr nicht von Haus zu Haus gehen, liegen in der Kirche Spendentüten mit den Segenssprüchen bereit.
Da die Sternensinger in diesem Jahr nicht von Haus zu Haus gehen, liegen in der Kirche Spendentüten mit den Segenssprüchen bereit. | Bild: Jörg Büsche