Zwei Plätze, zwölf Teams und ein Wetter, das kaum besser sein konnte, um ein Beach-Volleyballturnier auszurichten. So hat sich der Samstagmittag auf dem Hepbacher Bolzplatz dargestellt. Eingeladen waren Mannschaften jedweden Alters. Sollte es bei dem Turnier doch vor allem um Spaß, um Spiel und um Begegnung gehen. Und dass das Turnier nicht mit wettkämpferischer Verbissenheit ausgetragen wurde, sondern zum Vergnügen, das zeigten auch schon die Namen der Teams. Da begegnete neben sehr viel Zuversicht – etwa bei „Vier gewinnt“, etwa bei „Prinzipiell gut“ – auch Augenzwinkern – etwa bei den „Überraschungseiern“ oder dem „Schmerzgebirge Aua“.

Das Teilnehmerfeld auf dem Bolzplatz in Hepbach.
Das Teilnehmerfeld auf dem Bolzplatz in Hepbach. | Bild: Jörg Büsche

„Bäm! Bäm! Bäm!“ rufen sie jedes Mal. Immer wenn ein guter Spielzug gelungen ist. Wenn der Schlag übers Netz geglückt, wenn ein Blockpunkt gewonnen, wenn der Angriff erfolgreich war – vor allem aber wenn ihr Team eine Partie gewonnen hat. Dann beugen die fünf Mädchen vom TSV Mimmenhausen sich vor, ballen die Fäuste. „Wir haben von Freunden von dem Turnier gehört“, erklärt die 14-jährige Gretha.

Markus Wilkens, Astrid Wilkens, Christine Osterloff und Eric Bosch freuen sich über Events für Jugendliche und nehmen beim Spaßturnier ...
Markus Wilkens, Astrid Wilkens, Christine Osterloff und Eric Bosch freuen sich über Events für Jugendliche und nehmen beim Spaßturnier selbst teil. | Bild: Jörg Büsche

Der Pokal wartet noch auf die Siegermannschaft. Dahinter sitzen Madita Haller, Niklas Uhl, Martin Kehrer, Selina Kretscher im Schatten – vor ihnen die Liste mit den Turnierteilnehmern und der Spielplan. Die vier gehören zum siebenköpfigen Organisationsteam des Turniers, das die gesamte Vorbereitung alleine getragen hat. Der Vorschlag, endlich wieder ein Volleyballturnier auszurichten, kam vom Jugendreferat. Nach zweijähriger Corona-Pause und nachdem die bisherigen Veranstalter, die Umweltgruppe, diese Arbeit eigentlich an den neu zu gründenden Jugendgemeinderat abgeben wollte.

Das könnte Sie auch interessieren

„Einen Jugendgemeinderat haben wir ja derzeit noch nicht“, bedauert der städtische Jugendbeauftragte Jan Münzer. Um so dankbarer sei er, dass sich aus dem Team der Ferienspiele-Betreuer – genauer: aus dem mitorganisierenden Konzept-Team – Freiwillige gefunden haben, die das Beach-Volleyballturnier vorbereitet und auch durchgeführt haben. Ja, einigermaßen viel Arbeit habe man sich damit tatsächlich aufgebürdet, erklärt Martin Kehrer. „Aber wenn es den Leuten Spaß macht, dann machen wir es im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder.“

Die Organisatoren Niklas Uhl, Martin Kehrer und David Lemkamp (von links) nehmen die Anmeldungen der Teams entgegen.
Die Organisatoren Niklas Uhl, Martin Kehrer und David Lemkamp (von links) nehmen die Anmeldungen der Teams entgegen. | Bild: Jörg Büsche

Während auch vor dem eigentlichen Turnierbeginn an den gespannten Netzen schon tüchtig gepritscht und gebaggert wird, sitzen Markus Wilkens, Astrid Wilkens, Christine Osterloff und Eric Bosch noch unter einem Zeltdach. „Ursprünglich wollten wir als Familienmannschaft kommen“, erklärt Astrid Wilkens. Ihr Sohn sei dann aber doch abgesprungen. Er mochte lieber in einem jüngeren Team spielen. Die Wilkens‘ suchten sich neue Mitspieler in der Nachbarschaft. Und alle vier zeigen sich begeistert von der Atmosphäre auf dem Bolzplatz. „Die Jugend braucht so etwas“, findet Erik Bosch.

Spannende Szenen, die auch die mitspielenden Teams beim Zuschauen genießen.
Spannende Szenen, die auch die mitspielenden Teams beim Zuschauen genießen. | Bild: Jörg Büsche

Jan Münzer sieht das auch so. Ihm ist wichtig, dass „es mehr Events für Jugendliche gibt, die keinen kommerziellen Charakter haben“. Bei denen der Zweck also nicht das Erzielen von Einnahmen ist, sondern die Begegnung.

Gretha, Amelie, Elena, Johanna und Dajana vom TSV Mimmenhausen haben von Freunden vom Spaßturnier in Hepbach gehört.
Gretha, Amelie, Elena, Johanna und Dajana vom TSV Mimmenhausen haben von Freunden vom Spaßturnier in Hepbach gehört. | Bild: Jörg Büsche