Apotheken sind nicht von den coronabedingten Schließungen betroffen und mit dem vorgeschriebenen Abstand können sich die Menschen nach wie vor mit Medikamenten versorgen. „Die Kunden halten sich an die gebotene Distanz und wissen, was die Kreuze auf dem Boden bedeuten“, stellt Matthias Maunz, Inhaber der Panda-Apotheke in Markdorf, fest.

Panda-Apothekte stellt eigenes Desinfektionsmittel her

Das begehrte Desinfektionsmittel wird von den Mitarbeitern der Panda-Apotheke inzwischen selbst hergestellt. „Es ist qualitativ sehr hochwertig, aber da die Preise für die Rohstoffe explodiert sind, ist es nicht ganz billig“, sagt Maunz. Auch Veronika Illison von der Tal-Apotheke in Wittenhofen hofft, dass sie bald die Rohstoffe bekommt, um für ihre Kunden selbst Desinfektionsmittel herzustellen.

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Keine Schutzmasken in den Apotheken

Schutzmasken sind in den Apotheken nicht mehr zu haben. Die wenigen noch vorrätigen nutzen die Mitarbeiter für den Eigenschutz. „Aber allzu lang funktioniert das nicht, irgendwann sind sie durchfeuchtet und nutzlos“, erklärt Maunz, der ebenso wie Illison Plexiglasscheiben am Verkaufstresen anbringen ließ.

Bermatingen: Mitarbeiter waschen viel öfter die Hände

In der Apotheke am Rosenhof in Bermatingen tragen die Mitarbeiter Schutzmasken. „Außerdem waschen wir uns für den Eigenschutz viel öfter die Hände und desinfizieren sie“, erklärt Inhaberin Angelika Mader. Durch die Masken würde man sich auch viel weniger ins Gesicht fassen.

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Aktuell erleben alle Apotheken einen sehr hohen Kundenzulauf. Dabei ist die Liefersituation von Medikamenten bereits seit einem Jahr angespannt. „Viele lassen sich vom Arzt telefonisch ein Rezept für ihre Dauermedikation ausstellen und sie kann direkt bei uns abgeholt werden“, so Mader. Nicht wenige hätten Angst, dass ihr Medikament ausgehen könnte.

Hohe Nachfrage nach Schmerzmitteln

Auch die Nachfrage nach Schmerzmitteln sei sehr hoch. In der Panda-Apotheke gibt es aktuell keine Fieberthermometer mehr. „In ganz Deutschland sind keine zu bekommen“, berichtet Maunz. Auch frei verkäufliche Arzneimittel wie Paracetamol müsse er teilweise rationieren. „Wir erleben im Moment eine extreme Drucksituation und wir sind am Anschlag.“

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