Ein Pilot ist beim Absturz mit einem Segelflieger in Markdorf (Bodenseekreis) schwer verletzt worden. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag gegen 11.30 Uhr auf dem Segelfliegergelände des dortigen Vereins im Süden der Stadt. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge stürzte der Flieger kurz nach dem Start aus etwa 30 Metern Höhe ab. Die Ursache ist bislang noch unklar. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren bis in den frühen Nachmittag im Einsatz.

Polizeilicher Flugunfalldienst aus Freiburg unterwegs

Vertreter der Flugunfallbehörde seien seit der Mittagszeit vor Ort, um den Unfallhergang zu untersuchen, heißt es auf Anfrage des SÜDKURIER seitens der Polizeidirektion Ravensburg. Auf dem Weg seien auch Beamte vom Flugunfalldienst aus Freiburg, die im Laufe des Nachmittags erwartet werden. Der Verein hat das Gelände abgesperrt und den Zugang für die Öffentlichkeit untersagt.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten die Rettungssanitäter beim Transport des schwer verletzten Piloten zum Rettungsfahrzeug. Sie bauten dafür auch eine provisorische Leiterbrücke über einen Graben.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten die Rettungssanitäter beim Transport des schwer verletzten Piloten zum Rettungsfahrzeug. Sie bauten dafür auch eine provisorische Leiterbrücke über einen Graben. | Bild: Feuerwehr Markdorf

Kurz nach Start aus 30 Metern Höhe abgestürzt

Die Polizei wurde um kurz nach 11.30 Uhr alarmiert. Das verunglückte Segelflugzeug war nur mit dem Piloten besetzt. Nachdem der Start offenbar noch ohne Probleme verlaufen war, stürzte der Flieger kurz darauf aus einer Flughöhe von rund 30 Metern ab. Bei dem Unfall wurde der Pilot schwer verletzt und musste mit dem Rettungswagen in eine benachbarte Klinik gebracht werden, so die Polizei.

Das Segelflugzeug wurde bei dem Absturz aus rund 30 Metern Höhe schwer beschädigt, der Pilot musste in eine Klinik gebracht werden. Am Donnerstagnachmittag dauerten die Ermittlungen nach der Absturzursache noch an.
Das Segelflugzeug wurde bei dem Absturz aus rund 30 Metern Höhe schwer beschädigt, der Pilot musste in eine Klinik gebracht werden. Am Donnerstagnachmittag dauerten die Ermittlungen nach der Absturzursache noch an. | Bild: Feuerwehr Markdorf

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz

Im Einsatz vor Ort waren neben der Polizei auch Rettungskräfte und die Feuerwehr Markdorf. „Zur Ursache können wir momentan noch nichts sagen, die Ermittlungen laufen noch“, so ein Sprecher der Polizeidirektion am frühen Nachmittag gegenüber dem SÜDKURIER.

Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher

Die eintreffenden Kräfte der Feuerwehr fanden ein neben dem Flugfeld im Graben liegendes beschädigtes Segelfluzgzeug vor, dessen Pilot sich nicht mehr im Luftfahrzeug befand, sondern bereits vom Rettungsdienst betreut wurde, teilt die Markdorfer Feuerwehr mit. Nach ersten Erkenntnissen war das Flugzeug beim Startvorgang mit der Winde aus bislang unbekannter Ursache abgestürzt. Die Feuerwehr stellte nach Auskunft von Pressesprecher Martin Scheerer den Brandschutz sicher und unterstütze den Notarzt und Rettungsdienst bei der Versorgung des verunglückten Piloten. Über Gräben in der Wiese neben der Start- und Landebahn seien Brücken aus Leitern und Bohlen errichtet worden, um einen gefahrlosen Abtransport des Verletzten zu ermöglichen.

Im Einsatz war die Markdorfer Feuerwehr mit vier Fahrzeugen, außerdem das DRK und die Polizei.
Im Einsatz war die Markdorfer Feuerwehr mit vier Fahrzeugen, außerdem das DRK und die Polizei. | Bild: Feuerwehr Markdorf

Pilot war nicht eingeklemmt

Für die Feuerwehr sei es keine große Lage gewesen, sagte Martin Scheerer, Pressesprecher der Markdorfer Feuerwehr, gegenüber dem SÜDKURIER. „Für uns war der Einsatz relativ schnell wieder beendet“, so Scheerer. Der Pilot sei nach dem Absturz nicht in seinem Cockpit eingeklemmt gewesen, insofern musste er nicht mit speziellem Gerät befreit werden.

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Feuerwehr unterstützt Sanitäter

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hätten den Rettungsdienst bei der Versorgung des Schwerverletzten unterstützt, indem sie ihn auf eine Trage gebettet und über einen Graben hinweg zum eingetroffenen Rettungsfahrzeug getragen hätten. Betriebsmittel seien bei dem Unfall nicht ausgelaufen, auch eine Explosionsgefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, so Scheerer. Auch die Feuerwehr habe aktuell am frühen Nachmittag noch keine Erkenntnisse über die Absturzursache.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten die Rettungssanitäter beim Transport des schwer verletzten Piloten zum Rettungsfahrzeug. Sie bauten dafür auch eine provisorische Leiterbrücke über einen Graben.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr unterstützten die Rettungssanitäter beim Transport des schwer verletzten Piloten zum Rettungsfahrzeug. Sie bauten dafür auch eine provisorische Leiterbrücke über einen Graben. | Bild: Feuerwehr Markdorf

16 Feuerwehrleute mit vier Fahrzeugen im Einsatz

Die Feuerwehr Markdorf war mit 16 Feuerwehrleuten und vier Fahrzeugen, dem Kommandowagen, Rüstwagen, Hilfeleistungslöschfahzeug und dem Mannschaftstransporter bis gegen 12.20 Uhr im Einsatz. Ebenfalls vor Ort war die Schnelleinsatzgruppe des DRK, die Landespolizei und der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Fischer. Im Feuerwehrhaus befand sich laut Scheerer noch eine Bereitschaft aus weiteren 22 Feuerwehrangehörigen.

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