Die Stadt hat die unfallträchtige Markdorfer Bahnkreuzung weiter entschärft und zusätzliche Sicherheitselemente angebracht: Seit Montag sind die beiden Schwellen in den Asphalt der Bernhardstraße eingebaut. Sie sollen den von der Bernhardstraße her die Kreuzung querenden Verkehr rechtzeitig ausbremsen und mitwirken, dass das dortige Stoppschild stärker beachtet wird.

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Zudem wurde das Stoppschild um ein zweites Stoppschild ergänzt, das zwischen den beiden Ampeln über der Straße angebracht wurde und sich für Autofahrer besser im Sichtfeld befindet als das bereits vorhandene Schild am Straßenrand. Ordnungsamtsleiter Jürgen Hess hatte vor zwei Wochen die Umsetzung dieser Maßnahmen auf Ende Februar angekündigt. Der Bauhof hat sie nun bereits vollzogen.

Die Verkehrsschau bringt die Wende

Im März, sofern die Witterung trocken bleibt, sollen nun noch weitere Markierungen auf dem Asphalt der Bernhardstraße angebracht werden. Sie sollen weiter zurückversetzt in der Straße aufgezeichnet werden, damit der Verkehr noch früher auf die bevorstehende Gefahrenkreuzung aufmerksam gemacht wird.

Knapp 900 Unterschriften hatte der Markdorfer Stadtrat Rolf Haas im Januar für seine Petition für mehr Sicherheit an der Bahnkreuzung gesammelt. Damit brachte er den Stein für die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ins Rollen.
Knapp 900 Unterschriften hatte der Markdorfer Stadtrat Rolf Haas im Januar für seine Petition für mehr Sicherheit an der Bahnkreuzung gesammelt. Damit brachte er den Stein für die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ins Rollen. | Bild: Grupp, Helmar

Die zusätzlichen Sicherheitselemente gehen auf die Verkehrsschau von Vertretern der Stadt, des Landratsamtes, der Bahn AG und der Polizei zurück, die Ende Januar den in der Kritik stehenden Bahnübergang erneut in Augenschein genommen hatten.

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Seit einem schweren Verkehrsunfall mit einem Lkw im Dezember, bei dem ein 81-jähriger Fahrradfahrer schwer verletzt wurde, war die Debatte um die mangelnde Sicherheit an dem Bahnübergang erneut angefacht worden.

Polizei: Kreuzung ist Unfallschwerpunkt

Nach wie vor, so sieht man es jedenfalls bei der Polizei und im Ordnungsamt, führt die im April 2019 eingerichtete linksabknickende Vorfahrtstraße zu gefährlichen Situationen an der Kreuzung. „Dieser Bereich hatte sich im vergangenen Jahr tatsächlich zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt, insofern hat auch die Polizei den Handlungsbedarf gesehen“, hatte Hess nach der Verkehrsschau gegenüber dem SÜDKURIER eingeräumt.