Eine vorzeigbare Straße ist die Bruggergasse längstens nicht mehr. Seit Jahren wird der Fahrbahnbelag mehr oder weniger sich selbst überlassen. Die Reparaturstellen im südlichen Bereich gleichen alsbald einem Flickenteppich. Und die jüngsten Bauarbeiten im dortigen Quartier für neue Wohnhäuser waren dem Zustand der Straße ebenfalls nicht zuträglich.

Im südlichen Bereich hat die Asphaltdeckschicht durch die jüngsten Bautätigkeiten während der vergangenen zwei, drei Jahre gelitten.
Im südlichen Bereich hat die Asphaltdeckschicht durch die jüngsten Bautätigkeiten während der vergangenen zwei, drei Jahre gelitten. | Bild: Ganter, Toni

Weiter oben im nördlichen Bereich jenseits der Baugrenze mehren sich Risse und Schadstellen. Quadratemeterweise gibt es aufgeplatzte Flächen, die durch Regen, besonders bei Starkregen, beständig ausgewaschen werden. Es bilden sich auf Dauer gesehen Schlaglöcher. Abschnittsweise gibt es befestigte Aufschüttungen entlang der Straßenränder, um Erosionen in Hanglagen entgegenzuwirken.

Behelfsmäßige Aufschüttungen sollen weiteren Erosionen in Hanglagen entgegenwirken.
Behelfsmäßige Aufschüttungen sollen weiteren Erosionen in Hanglagen entgegenwirken. | Bild: Ganter, Toni

Stadträtin Christiane Oßwald (Umweltgruppe) hakt wegen des Themas im Technischen Ausschuss des Gemeinderates nach. „Ich wollte mal fragen, ob es angedacht ist, die Bruggergasse zu erneuern. Die Straße ist ja schon immer in einem schlechten Zustand.“

Christiane Oßwald, Umweltgruppe: „Es ist fast schon eine Zumutung, diese Straße hochfahren zu müssen. Der obere Bereich bis zur Bebauungsgrenze ist in einem ganz liederlichen Zustand.“
Christiane Oßwald, Umweltgruppe: „Es ist fast schon eine Zumutung, diese Straße hochfahren zu müssen. Der obere Bereich bis zur Bebauungsgrenze ist in einem ganz liederlichen Zustand.“ | Bild: Umweltgruppe

Und durch die Bautätigkeiten der vergangenen zwei, drei Jahre sei es nicht besser geworden. „Es ist fast schon eine Zumutung, diese Straße hochfahren zu müssen. Der obere Bereich bis zur Bebauungsgrenze ist in einem ganz liederlichen Zustand“, ergänzt Oßwald.

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Stadtbauamtsleiter Michael Schlegel erklärt, die Stadtverwaltung werde „im Herbst präsentieren, welche Straßen in Angriff genommen werden sollten. Wenn‘s nicht mehr zu einer der nächsten Sitzungen reicht, dann in der Klausurtagung“. Und die Stadträte sollen dann im Technischen Ausschuss oder im Gemeinderat entscheiden, in welche der Maßnahmen investiert wird. Der Bereich Bruggergasse zähle hierbei zu den Kerngebieten.

Stadtbauamtsleiter Michael Schlegel: „Wenn dort saniert wird, müssen Ablösen gezahlt werden.“
Stadtbauamtsleiter Michael Schlegel: „Wenn dort saniert wird, müssen Ablösen gezahlt werden.“ | Bild: privat

Auf Nachhaken von Stadtrat Arnold Holstein (Freie Wähler), ergänzt Stadtbauamtsleiter Schlegel, dass Straßen im Bereich der Bruggergasse „nie vollständig hergestellt“ worden seien, das müsse man ganz klar sagen. „Wenn dort saniert wird, müssen Ablösen gezahlt werden.“

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Zum Thema Straßenreparaturen gibt Stadtrat Dietmar Bitzenhofer (Freie Wähler) eine Anfrage eines Anwohners der Eugenienstraße weiter. Wie es denn dort nach Reparaturarbeiten weitergehe, ob es womöglich noch eine Endsanierung gebe. „Die Eugenienstraße ist auch eine Straße, die nicht in besonders gutem Zustand ist. Aber da muss ich leider sagen, dass es schlechtere gibt“, berichtet Stadtbauamtsleiter Schlegel. Es sei Sache der Stadträte zu entscheiden, in welcher Rangfolge Reparatur- oder Sanierungsarbeiten zu erledigen sind.

Bürgermeister Georg Riedmann: „Am Ende des Tages ist es Ihre Entscheidung, eine Priorisierung zu treffen.“
Bürgermeister Georg Riedmann: „Am Ende des Tages ist es Ihre Entscheidung, eine Priorisierung zu treffen.“ | Bild: Singer, Ann-Kathrin

Bürgermeister Georg Riedmann ergänzt, dass es Straßen gibt, deren Asphaltschicht in schlechtem Zustand ist – allerdings im Untergrund derzeit keine Arbeiten erforderlich seien. „Diese Straßen rutschen bei uns weit nach hinten. Am Ende des Tages ist es Ihre Entscheidung, eine Priorisierung zu treffen“, erklärt Riedmann an die Mitglieder des Technischen Ausschusses gewandt.