Konzerte für Marimba und Orchester gibt es etliche, auch für Marimba und Streicher. Konzerte für Marimba und Orgel sind demgegenüber schon weit seltener. Was mit daran liegen könnte, dass das Marimbafon zwar durchaus gut ankommt beim Publikum, dass die Komponisten am Ende dann aber doch nur selten dafür schreiben, weil sie um die relative Unbekanntheit des Instruments wissen. Mithin bleibt die Marimba eine Exotin im Konzertbetrieb. Exotisch ist übrigens auch ihre Herkunft. Sie hat afrikanische Wurzeln.

Mycka gilt als Marimbafon-Virtuosin

Dass Johannes Tress, der künstlerische Leiter des Fördervereins Kirchenmusk, beim ersten Orgel-plus-Konzert nach der Corona-Pause am kommenden Sonntag auf das Marimbafon gesetzt hat, ist kein Zufall. Weniger weil er bei Jens Wollenschläger, dem Organisten, studiert hat. Sondern weil er nach eigenem Bekunden selbst ganz angetan ist von der Musik, mit der der Orgelprofessor und Tübinger Stiftsorganist die Zuhörer begeistert, wenn er gemeinsam mit der Marimbafonistin Katarzyna Mycka auftritt.

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Die gebürtige Gdanskerin unterrichtet an der dortigen Musikakademie. „Man nennt sie nicht umsonst die, die mit den Schlägeln tanzt“, erklärt Tress. Hoch gelobt sei ihre rhythmische Präzision, aber auch Myckas präzise Anschlagtechnik, mit der sie den Klangfarbenreichtum des Holzschlagstabspiels ausschöpfe.

Sakrale Musik-Kultur auch in schweren Zeiten

In einem Interview hat die Marimbafon-Virtuosin einmal gesagt, dass es im heutigen Musikbetrieb leichter sei, mit einem ungewöhnlichen Instrument aufzufallen und dann das Publikum zu überzeugen. Ein Rezept, das der Markdorfer Förderverein Kirchenmusik mit seinem nächsten Orgel-plus-Konzert verfolgt. Wie Tania Mutschler, die Vorsitzende der Kirchenmusik-Förderer erklärt, möchte man auch in schwereren Zeiten eine Lanze für die sakrale Musik-Kultur brechen.

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Das Konzert mit Katarzyna Mycka und Jens Wollenschläger am 27. September in der St.-Nikolaus-Kirche beginnt um 18 Uhr. Wegen der coronabedingt reduzierten Plätze bittet der Verein um telefonische Anmeldung unter 01 75/4 10 68 26. Abendkasse ab 17.15 Uhr, der Eintritt kostet 12 Euro.

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