123 Schulverbund- und 111 Gymnasial-Fünftklässler hatten am Dienstag ihren ersten Schultag am Bildungszentrum (BZM) Markdorf. Beide Schulen richteten in der frisch renovierten alten Sporthalle eine Einschulungsfeier aus. Zunächst der Schulverbund, dann nach den durch die Corona-Vorsichtsvorkehrungen gebotenen Hygienemaßnahmen – Lüften und Desinfektion von Kontaktflächen – folgte am späteren Vormittag auch das Gymnasium. Beide Male gab es zum Auftakt der Feier einen Gottesdienst, den Pfarrerin Kristina Wagner und Pfarrer Ulrich Hund in ökumenischer Gemeinsamkeit hielten.

Aufmerksam verfolgen Eltern und Geschwister, was die Schulverbund-Fünftklässler erwartet. Schulleiter und Beratungslehrer schildern die Abläufe.
Aufmerksam verfolgen Eltern und Geschwister, was die Schulverbund-Fünftklässler erwartet. Schulleiter und Beratungslehrer schildern die Abläufe. | Bild: Jörg Büsche

„Paten“ aus den neunten Klassen

Weitläufig sei das Bildungszentrum, erklärte Diana Amann. Insgesamt besuchen etwa 1650 Kinder und Jugendliche das BZM. „Hier habe ich auch schon geturnt – und noch lieber Fußball gespielt“, zeigte sie in die Halle. Den 111 neuen Gymnasiasten nahm sie dann ebenso sie wie deren Eltern die Sorge, sie könnten sich im etwas unübersichtlichen Gänge-Gewirr der Schule verirren. „Hier ist noch niemand verloren gegangen“ hatte auch Veronika Elflein, Amanns Schulleiter-Kollegin vom Schulverbund, ihren Fünftklässern, aber auch den Vätern und Müttern versichert. Obendrein, so Rektorin Elflein, seien da ja auch noch die Schüler aus der Jahrgangsstufe 9, die die Fünftklässler etliche Wochen lang unter ihre Fittiche nehmen, in den Pausen begleiten und für Fragen zur Verfügung stehen. Sie nennen sich „Paten“. Und sie standen am Dienstag gleich schon bereit, als die Klassenlehrer ihre neuen Schüler um sich scharten. Wobei der sonst herzliche Händedruck durch das pandemie-übliche Ellenbogen-Knuffen ersetzt wurde.

Die 6c des Gymnasiums entert die Sporthalle. Ein Teil des spektakulären Schow-Programms.
Die 6c des Gymnasiums entert die Sporthalle. Ein Teil des spektakulären Schow-Programms. | Bild: Jörg Büsche

Show-Programm der 6c

Piraten zeigten sich bei der gymnasialen Einschulungsfeier. Lehrerin Eva Beger hatte mit ihrer 6c ein Show-Programm einstudiert. „Wenn wir schon keine Fasnet haben werden“, so schmunzelte die im Piraten-Outfit erschienene Lehrerin, „dann wollen wir zumindest hier das volle Programm bieten. Das Abstands-Gebot der Pandemie-Verordnung machte den Auftritt in der Sporthalle nötig, aber auch möglich.

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Pfarrer Hund assoziiert den Schulalltag mit der Arche Noah

An den von der Decke baumelnden Turnhallen-Seilen enterten die Schüler auf, vollführten gewagte Trampolin-Salti und große Sprünge zu einschlägiger Film-Musik. Bei so viel Schwung waren die eher beschaulichen Bilder, die zuvor Pfarrer Hund durch sein Erwähnen der Arche hervorgerufen hatte, bald überlagert. Das enge Mit- und Nebeneinander der sich in Noahs Boot drängenden Tier-Paare hatte zwar einen schönen Bezug zur in Corona-Zeiten gebotenen gegenseitigen Rücksicht und Vorsicht. Der Seeräuber-Überfall von Käpten Begers Mannschaft wirkte dann aber doch um einiges verwegener.

Alles wird gut, war die Botschaft des Gottesdienstes von Pfarrerin Kristina Wagner und Pfarrer Ulrich Hund bei der einschulungsfeier der Fünftklässler in der Sporthalle.
Alles wird gut, war die Botschaft des Gottesdienstes von Pfarrerin Kristina Wagner und Pfarrer Ulrich Hund bei der einschulungsfeier der Fünftklässler in der Sporthalle. | Bild: Jörg Büsche

„Ihr seid die Hauptpersonen“, wandte sich Gynasial-Direktorin Amann an die Fünftklässler. Dringend klang ihre Bitte, die Corona-Bestimmungen doch ernst zu nehmen, damit kein weiterer Lockdown in der Schule notwendig wird.

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