Ähnlich mutwillig mitgespielt worden war den Aluminium-Rahmen für Plakate und Schaubilder des Markdorfer BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) bereits im vergangenen September. „Damals hat man hier eine wilde Party gefeiert“, berichtet Franz Kieferle. Auch da seien die Wechselrahmen gründlich demoliert worden.

Beobachtungshütte wird immer wieder verschmutzt

Bei der Polizei habe es geheißen, dass eine Täterverfolgung vermutlich fruchtlos sei, erklärt Kieferle, der Vorstandsmitglied im BUND-Ortsverband ist. Fingerabdrücke abzunehmen, wäre in Anbetracht der öffentlichen Zugänglichkeit der Beobachtungshütte bereits sinnlos. Immerhin wurden erste Nachforschungen angestrengt. Geführt hätten sie zu nichts. Wenig Wirkung zeigen auch die Streifenritte der Polizei zu Pferde. Die Beobachtungshütte blieb Treffpunkt für Feiernde, werde immer wieder mit leeren Flaschen und Speiseverpackungen verschmutzt.

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Dabei ist der eigentliche Zweck der Beobachtungshütte, eine Anlaufstelle für Wanderer und Naturfreunde zu sein. Auf den dort montierten Tafeln erfahren die Besucher mehr über die Tier- und Pflanzenwelt des von der BUND-Ortsgruppe betreuten Naturschutzgebiets bei Hepbach-Leimbach. Und aus den offenen Luken der Hütte können sie die weidenden Heckrinder im Ried und die dortige Vogelwelt beobachten – zum Beispiel die Bewegung in den nahen Storchen-Nestern. Ein in der Hütte ausgelegtes Buch kündet von den oftmals überraschenden Beobachtungen von Naturliebhabern.

Kaum Chance gegen Vandalismus

„Vandalensicher können wir das hier letztendlich nicht gestalten – jedenfalls nicht in einem tragbaren Kostenrahmen“, erklärt Franz Kieferle. Er hat die vor 20 Jahren errichtete Hütte geplant. Gebaut wurde sie mit Unterstützung von Fachleuten des Uhldinger Pfahlbaumuseums und finanzieller Hilfe verschiedener Stiftungen. Zuletzt war dank der Zuschüsse aus Markdorf, Friedrichshafen und seitens des Kreises eine Neueindeckung des Rieddachs möglich geworden.