Sechs Wasserbüffel hat die BUND-Ortsgruppe Markdorf bereits erworben und ausgesetzt: Drei im Hepbacher-Leimbacher Ried, drei am Eisweiher. Nun haben die Naturschützer weitere fünf Büffel gekauft, die am nächsten Wochenende in ihrer neuen Heimat in den Feuchtgebieten vor der Stadt ankommen werden. Ein Teil des Kaufpreises der Büffel zahlt nun gewissermaßen das Land: Die BUND-Ortsgruppe ist einer der Preisträger des vom Landwirtschaftsministerium ausgeschriebenen Wettbewerbs „Baden-Württemberg blüht“ – und bekommt dafür 2500 Euro Preisgeld überwiesen.

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Hier entlässt BUND-Vorstandsmitglied Franz Beer am Eisweiher drei Wasserbüffel in ihre neue Freiheit.
Hier entlässt BUND-Vorstandsmitglied Franz Beer am Eisweiher drei Wasserbüffel in ihre neue Freiheit. | Bild: Jörg Büsche

Franz Beer: „Wasserbüffel schaffen wertvolle Biotope“

„Über das Preisgeld haben wir uns sehr gefreut und natürlich auch über die Auszeichnung“, sagt BUND-Vorstandsmitglied Franz Beer. Die fünf Büffel seien zwar bereits gekauft, doch für die Bezahlung helfen nun die 2500 Euro vom Land, diese Ausgabe zu verringern. Büffel, sagt Beer, seien auf feuchten Flächen die besten Landschaftspfleger: „Sie schaffen wertvolle Biotope.“ Das wiederum käme der Umwelt zugute und nicht zuletzt auch den Menschen, die sich an den hierzulande seltenen Tieren bei ihren Spaziergängen im Ried oder am Eisweiher erfreuen.

25.000 Streuobstbäume haben Franz Beer (links) und seine Mitstreiter vom BUND ausgegeben. Hier freut sich Landwirt Werner Spenninger ...
25.000 Streuobstbäume haben Franz Beer (links) und seine Mitstreiter vom BUND ausgegeben. Hier freut sich Landwirt Werner Spenninger (rechts) über die jungen Bäume auf der von ihm gepachteten Fläche. | Bild: Jörg Büsche

Der Preis beziehe sich auf den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder für das eigene Projekt zur Förderung blühender Streuobstwiesen, sagt Beer. Rund 25.000 Obstbäume und mehrere tausend Heckensträucher seien an Landwirte, aber auch an Privatpersonen ausgegeben worden: „Das sind Aktionen, mit denen wir unsere Streuobstwiesen beleben.“ Die seien weitgehend pestizidfrei und deshalb ökologisch besonders wertvoll. Sie führen, sagt Beer, zu „blühenden Landschaften“, die dann wiederum Fledermäusen, Schmetterlingen und Insekten neue Lebensräume bieten.

Streuobstwiesen und Blühwiesen geben Insekten, Schmetterlingen und Fledermäusen neue Lebensräume. Hier pflegen Harald und Alexandra ...
Streuobstwiesen und Blühwiesen geben Insekten, Schmetterlingen und Fledermäusen neue Lebensräume. Hier pflegen Harald und Alexandra Gretscher eine solche Blühwiese. | Bild: Jörg Büsche

57 Bewerbungen hatte das Landwirtschaftsministerium nach eigenen Angaben für ihren vor drei Jahren ins Leben gerufenen Wettbewerb bekommen. Sieben Gewinner in jeweils verschiedenen Kategorien wurden nun ausgezeichnet, der BUND Markdorf in der Kategorie „Verband/Verein“. Die anderen sechs Auszeichnungen gingen in andere Regionen des Landes. Aufgrund der großen Resonanz soll der Wettbewerb 2023 erneut ausgeschrieben werden.

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