Ziel der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Markdorf und der Energieagentur Ravensburg ist es, wie vom Gemeinderat im Oktober 2019 beschlossen, die Bereiche Klimaschutz und Energieeffizienz im Städtchen genau unter die Lupe zu nehmen sowie Verbesserungen zu erreichen.

Prozess der Zertifizierung dauert vier Jahre

Dies soll während eines vier Jahre dauernden Prozesses zur Zertifizierung für den European Energy Award geschehen. Hierfür gibt es vom Land einen Zuschuss von 10 000 Euro, die Stadt investiert 13 000 Euro netto in dieses Projekt. Laut Riedmann geht es in erster Linie nicht darum, eine weitere Auszeichnung zu bekommen, sondern darum, ein „Handlungswerkzeug“ zu schaffen, um mehr Klimaschutz, mehr Energieeffizienz und damit auf Dauer auch finanzielle Einsparungen zu erreichen.

Es geht um mehr als 100 Einzelmaßnahmen

„Es geht um sechs energiepolitische Handlungsfelder mit mehr als 100 Einzelmaßnahmen“, erklärte Göppel. Das könne man sich ähnlich vorstellen, wie einen großen Gesundheits-Check beim Arzt.

Analyse-Ergebnis soll im Sommer 2021 vorgestellt werden

Im ersten Schritt während des Zertifizierungsprozesses geht es um eine Bestandsaufnahme – die sogenannte Stärken- und Schwächenanalyse. Das Analyse-Ergebnis soll 2021 noch vor der Sommerpause in öffentlicher Gemeinderatssitzung vorgestellt werden.

Es sind dicke Bretter im Handlungsfeld Mobilität zu bohren

Sodann geht es darum, Verbesserungspotenziale etwa bei städtischen Gebäuden, Straßenbeleuchtung, in der Trinkwasserversorgung und Abwasserversorgung zu ermitteln und Maßnahmen zum Verbessern der Energieeffizienz zu ergreifen. „Das Thema kommunale Gebäude haben wir bearbeitet und gut im Griff“, nannte Riedmann ein Beispiel. Sozusagen dicke Bretter sind beim Handlungsfeld Mobilität zu bohren: weg vom Auto, Verbessern des Radverkehrs, mehr ÖPNV...

Bei Maßnahmen wird auf Kosten-Nutzen-Verhältnis geachtet

Die zu ergreifenden Maßnahmen sollen positive Effekte auf den Klimaschutz zeitigen und sich außerdem unterm Strich positiv auf die städtischen Finanzen auswirken. Denn bei allen Anstrengungen für den Klimaschutz soll auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmen. In einigen der Handlungsfelder werde mit der Gemeinde Deggenhausertal zusammengearbeitet, berichtete Bürgermeister Riedmann.