„Entwicklung einer ergänzenden Vergütungsstruktur für die Technischen Dienste und den Bereich KinderpflegerInnen“: Was sich in der Vorlage der Verwaltung für den Gemeinderat so sperrig liest, soll künftig eine Reihe von städtischen Angestellten besser stellen. Beraten wurde, ob ihnen künftig eine Arbeitsmarktzulage gewährt werden soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Im Blick hatte Hauptamtsleiter Klaus Schiele, in der Verwaltung unter anderem zuständig fürs Personal und die Organisation, in erster Linie den Bereich Technische Dienste der Stadt, außerdem alle im Sozial- und Erziehungsdienst Beschäftigten. Zum betroffenen Personenkreis gehören zwölf Angestellte, die zum Beispiel beim städtischen Bauhof oder als Hausmeister arbeiten sowie acht Mitarbeiterinnen aus dem Sozial- und Erziehungsdienst. Nicht zuletzt, so erläuterte Schiele, verspreche man sich von dieser Zulage Vorteile bei der Gewinnung neuen Personals

Mehr Geld für „tolle Arbeit“

Zunächst jedoch wurde nur beraten. Entschieden wird in einer der nächsten Sitzungen, ob für die von der Verwaltung vorgeschlagenen Mehraufwendungen zusätzliche 45.000 Euro in den Haushalt 2022 eingestellt werden sollen. Für die betroffenen Erzieherinnen, Hausmeister oder Bauhofmitarbeiter stehen die Zeichen allerdings günstig. Sandra Steffelin von den Freien Wählern begrüßte die Pläne. Sie sah darin auch eine Würdigung der „tollen Arbeit, die unser städtischer Bauhof leistet“, ein schönes „Zeichen unserer Wertschätzung“. Und sie gönne die geplante Arbeitsmarktzulage insbesondere jenen Mitarbeitern, die zwar keine dreijährige Berufsausbildung vorweisen können, ihre Arbeit aber trotzdem mit ebenso großer Sorgfalt wie Zuverlässigkeit verrichten – und das schon viele Jahre lang.

Ausgleich in der Hochpreis-Region

Ihr Fraktionskollege Jens Neumann erinnerte daran, dass seine Fraktion es gewesen sei, die das Thema ergänzende Vergütungsstruktur aufgeworfen habe. „Wir leben hier in einer hochpreisigen Region“, erklärte er, „da brauchen wir einen gewissen Gebietsausgleich, um Chancen bei der Personalfindung zu haben“.

Das könnte Sie auch interessieren

Eine tarifliche Höherstufung ziehe die Stadt aber nicht in Betracht, so führte Schiele aus. Daraus könnten der Stadt im Falle deutlicher Tariferhöhungen massive finanzielle Nachteile erwachsen. Mit dem Instrument der punktuelle Arbeitsmarktzulage laufe man da keine Gefahr, sondern bleibe Herr der Lage, so der Hauptamtsleiter.