Das Insolvenzverfahren um den Markdorfer Luftfahrt-Zulieferer ZIM Flugsitz GmbH ist beendet: Das Amtsgericht Konstanz habe als zuständiges Insolvenzgericht das Insolvenzverfahren aufgehoben, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag. Der bisherige Sachwalter im Verfahren, der Stuttgarter Anwalt Martin Mucha, werde darüber wachen, dass der Insolvenzplan erfüllt werde, heißt es. Der Insolvenzplan sei rechtskräftig, die Unternehmenssanierung erfolgreich abgeschlossen, heißt es.

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Der Beschluss des Amtsgerichtes sei am vergangenen Donnerstag, 7. Januar, gefällt worden. Zuvor war der Insolvenzplan für ZIM am 15. Dezember bereits von der Gläubigerversammlung in Konstanz einstimmig angenommen worden. Mit der Aufhebung des Verfahrens seien ab sofort auch die insolvenzrechtlichen Beschränkungen aufgehoben.

Die ZIM Flugsitz GmbH ist ein Spezialist für ultraleichte und hochfeste Passagierflugzeugsitze. Das Unternehmen war bis zur Jahreswende 2019/20 im Familienbesitz des Gründer-Ehepaares Zimmermann. Seit Ende Februar ist es mehrheitlich im Besitz des Münchner Finanzinvestors Aurelius.
Die ZIM Flugsitz GmbH ist ein Spezialist für ultraleichte und hochfeste Passagierflugzeugsitze. Das Unternehmen war bis zur Jahreswende 2019/20 im Familienbesitz des Gründer-Ehepaares Zimmermann. Seit Ende Februar ist es mehrheitlich im Besitz des Münchner Finanzinvestors Aurelius. | Bild: Birgit Mann

Der Mitteilung des Unternehmens zufolge seien der „robuste Sanierungsplan“ der Restrukturierungsgesellschaft Pluta sowie auch jüngste Neuvertragsabschlüsse mit großen Airlines der Grund für die erfolgreiche Beendigung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gewesen. Man wolle sich bei allen Beteiligten, darunter neben den Gläubigern und den Verantwortlichen im Insolvenzverfahren auch den Mitarbeitern von ZIM, für „die gute und konstruktive Mitarbeit in den vergangenen Monaten bedanken“, wird ZIM-Geschäftsführer Heiko Fricke zitiert.

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Die ZIM Flugsitz GmbH war im Zuge des pandemiebedingten Einbruchs in der Luftfahrtbranche und wegen ausufernder Kosten beim damaligen Bau des zweiten Standorts in Schwerin in Turbulenzen geraten und musste im Sommer 2020 den Gang in die Insolvenz antreten.