Stillstand in der Kulturszene seit mehreren Monaten, nun kehrt so langsam Leben auf die Bühnen zurück. Auch im Markdorfer Theaterstadel am Gehrenberg soll es im Herbst „Schritt für Schritt“ wieder losgehen, wie Betreiber Frank Schirl mitteilt. Die vergangenen Monate seien eine „extrem schwierige Zeit gewesen“, so Schirl.

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Alle Veranstaltungen im Stadel – ob Kabarett, Konzerte, Kino oder private Events – wurden abgesagt, auch das beliebte Open-Air-Kino wurde gecancelt. Immerhin konnte der Restaurant-Betrieb seit Mitte Mai wieder betrieben werden, aufgrund des Wetters sei der Biergarten gut besucht gewesen, so Schirl. Dies habe die Lage etwas entspannt.

In den Saal passen nur noch bis zu 50 Personen

Im Oktober soll nun das Kulturprogramm langsam anlaufen – unter Einhaltung der Corona-Auflagen. Die Karten für eine Veranstaltung müssen im Vorfeld verbindlich reserviert werden – mit Angabe der Anzahl der Personen. Dementsprechend werden die Plätze im Theaterstadel vorbereitet, Frank Schirl rechnet mit einer Kapazität zwischen 40 und 50 Personen, rund ein Drittel dessen, was zuvor im Saal Platz hatte. Die Zuschauer können so in ihren Gruppen zusammensitzen, zu den anderen Besuchern gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Beim Einlass gilt eine Maskenpflicht, am Sitzplatz dürfen die Masken abgenommen werden.

Sieben Veranstaltungen bis Dezember

Sieben Veranstaltungen – rund die Hälfte des eigentlich geplanten Programmes – finden bis Dezember statt. Allerdings sind dies nur Auftritte von Solo-Künstlern, größere Gruppen wie Soul Kitchen oder das GlasBlasSing Quintett treten nicht auf. Anderen Künstlern sei die Anreise zu lang gewesen, wenn statt mehreren geplanten Auftritten im Süden, nur einer stattfinden kann.

David Kebekus ist einer der Kabarettisten, die im Herbst im Theaterstadel auftreten werden.
David Kebekus ist einer der Kabarettisten, die im Herbst im Theaterstadel auftreten werden. | Bild: Fabian Stuertz

„Der Herbst wird ein Versuch zu schauen, wie es für uns, die Künstler und das Publikum funktionieren kann“, sagt Frank Schirl. Wichtig sei vor allem, dass es in der Branche weiter gehe. „Die Künstler möchten wieder auf die Bühne und wir freuen uns, dass wir das möglich machen können.“

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