Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Familienforum hat sich ein Teil der Mitglieder in der Cafeteria des Mehrgenerationenhauses (MGH) getroffen. Weitere Mitwirkende nahmen online an der Veranstaltung teil, weil die Corona-Verordnung die Teilnehmerzahl in Versammlungsräumen beschränkt. Ansonsten verlief das Treffen wie üblich und gab einen Überblick über das Programm des Familienforums im MGH.

Über das Familienforum

Die etwa 100 Angebote zählte Angela Pittermann, Vorsitzende des Vereins, nicht im Einzelnen auf. Sie beschränkte sich auf eine knappe Skizze und zeigte, dass es im MGH Angebote für alle Altersgruppen gibt.

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Außerdem zeigte Pittermann, wie sehr die Arbeit im MGH inzwischen bei den verschiedensten Markdorf Bürgern angekommen ist. Das Angebot wende sich nicht nur an Alleinerziehende, Migranten oder Menschen in schwierigen Lebenssituationen, sondern schlichtweg an alle, betonte die Vorsitzende des Vereins.

Von der Geburtsvorbereitung bis zur Fahrradwerkstatt für Klein und Groß

So gibt es beispielsweise Kurse zur Geburtsvorbereitung oder Spiel- und Krabbelgruppen, in denen sich junge Eltern mit anderen Müttern und Vätern austauschen können. Im Waldkindergarten oder in der Kinderwerkstatt entdecken die etwas älteren Sprösslinge ihre eigenen Talente, gewinnen neue Fertigkeiten oder begegnen draußen spielerisch der Natur.

Hier versucht sich ein junger Mann in der MGH-Fahrradwerkstatt am Zentrieren – unter der Anleitung von Rainer Conzelmann.
Hier versucht sich ein junger Mann in der MGH-Fahrradwerkstatt am Zentrieren – unter der Anleitung von Rainer Conzelmann. | Bild: Jörg Büsche

Und damit die ersten eigenen Entdeckungsreisen der Jugendlichen in die nähere Umgebung nicht an einem defekten Fahrrad scheitern, bietet das Familienforum mit seiner Fahrradwerkstatt auch technische Hilfe zur Selbsthilfe an – für Groß und Klein.

Technischen Rat gibt es außerdem bei der DILAN Beratung, beim Digital-Stammtisch oder im Di-Le-Se-Programm für alle, die mit Tablet, Handy oder Laptop arbeiten, spielen oder kommunizieren.

Digitalisierung für alle Bürger in Markdorf möglich machen

Dass die Digitalisierung inzwischen jeden betrifft, stehe außer Frage. Familienforumsvorsitzende Pittermann betonte, dass man es im MGH als wichtige Aufgabe ansehe, für alle Bürger Zugänge zu schaffen. In einer alternden Gesellschaft werde es wichtiger, dass es auch für Senioren Angebote gebe, die sie an der Digitalisierung teilhaben lassen.

Der Vorstand des Familienforums (von links): MGH-Leiterin Christin Jungblut, Katrin Voigtmann, Angela Pittermann, Melanie Ganz, Monika Carpenter und MGH-Leiterin Renate Hold.
Der Vorstand des Familienforums (von links): MGH-Leiterin Christin Jungblut, Katrin Voigtmann, Angela Pittermann, Melanie Ganz, Monika Carpenter und MGH-Leiterin Renate Hold. | Bild: Jörg Büsche

Im Tätigkeitsbericht ging die Vorsitzende auch auf die Zeit des Lockdowns im Frühjahr ein. Hinter verschlossenen Türen wurde in dieser Zeit weitergearbeitet. „Wir haben täglich telefoniert, Einkäufe vermittelt“, blickt Pittermann zurück.

Am Küchenfenster wurde Essen zum Mitnehmen verteilt. Ausgegeben wurden auch gepackte Lebensmitteltüten der Tafel. In diesem Zusammenhang erklärte Angela Pittermann, dass sie im Zuge der anhaltenden Corona-Pandemie auch für Markdorf mit einer Zunahme der Zahl in Not geratener Familien rechne.

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Renate Hold, die das MGH gemeinsam mit Christin Jungblut leitet, wies bei der Versammlung darauf hin, dass das Mehrgenerationenhaus nun auch ein „Kreis-Pflegestützpunkt“ geworden sei, in dem Senioren, Kranke und Behinderte Beratung finden. Das Angebot des Bodenseekreises im MGH wendet sich auch an unterstützende Angehörige.

Familienforum-Vorsitzende Angela Pittermann bei der jüngsten Hauptversammlung, die im MGH und online stattgefunden hat.
Familienforum-Vorsitzende Angela Pittermann bei der jüngsten Hauptversammlung, die im MGH und online stattgefunden hat. | Bild: Jörg Büsche

Hold berichtete auch von der jüngsten Landesarmutskonferenz des Landes Baden-Württemberg, in der neue Strategien gegen Kinder- und Altersarmut diskutiert wurden. Und in der die Arbeit des Markdorfer Mehrgenerationenhauses auf starkes Interesse gestoßen sei.

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