„Es läuft sehr gut“: Kurz und prägnant antwortet Bürgermeister Georg Riedmann auf die Frage, wie der Betrieb des kommunalen Testzentrums Marktdorf in den ersten Wochen gelaufen ist. Seit Samstag, 20. März, können sich Markdorfer Bürger im kommunalen Testzentrum auf Covid-19 testen lassen. Bisher fand das Angebot in der Mehrzweckhalle Leimbach statt, inzwischen aber in der Stadthalle. Damit reagiert die Stadt auf die gestiegene Nachfrage und den zu erwartenden erhöhten Bedarf, denn bereits jetzt benötigt man zum Beispiel für einen Friseurbesuch einen negativen Testnachweis.

Beim Start noch verhaltene Nachfrage

Vom ersten Tag an sei das Angebot gut angenommen worden, berichtet Riedmann. In den ersten Tagen sei die Nachfrage noch etwas verhalten gewesen. Auf zwei Teststrecken konnten innerhalb von 15 Minuten zwei Menschen getestet werden, doch das sei „extrem luftig“ gewesen.

In der Leimbacher Mehrzweckhalle bereitet Kristina Mandic einen Corona-Schneltest vor. Die Arzthelferin hatte sich als freiwillige Helferin bei der Stadt gemeldet. Nachdem die Nachfrage stark angestiegen war, ist das Schnelltestzentrum inzwischen in die Stadthalle Markdorf umgezogen.
In der Leimbacher Mehrzweckhalle bereitet Kristina Mandic einen Corona-Schneltest vor. Die Arzthelferin hatte sich als freiwillige Helferin bei der Stadt gemeldet. Nachdem die Nachfrage stark angestiegen war, ist das Schnelltestzentrum inzwischen in die Stadthalle Markdorf umgezogen. | Bild: Jörg Büsche

Bald wurden dann die Kapazitäten um eine weitere Person aufgestockt, so dass mittlerweile drei Personen in der gleichen Zeit getestet werden können. Zu jeder Zeit habe man damit die Nachfrage decken können.

Viel Betrieb an den Tagen vor Ostern

„Der Samstag vor Ostern war erwartungsgemäß ein sehr starker Testtag“, berichtet Jürgen Hess, Leiter des Ordnungsamtes: „Die Menschen wollten sich für Familienbesuche an den bevorstehenden Feiertagen testen lassen.“ Aber auch Krankenbesuche, Ein- und Ausreisepläne, Kontakt zu Infizierten oder zu Personen, die ihrerseits Kontakt zu Infizierten hatten, seien Gründe, warum das Testzentrum vor allem genutzt werde. In den ersten elf Betriebstagen, bis Freitag, 23. April, seien insgesamt 1003 Tests durchgeführt worden, davon war nur einer positiv.

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„Die Einrichtung und der Betrieb des Testzentrums laufen von Anfang an völlig problemlos, dank der sehr unkomplizierten und sehr kooperativen Zusammenarbeit vom DRK-Ortsverein, der freiwilligen Feuerwehr und der Stadtverwaltung“, berichtet Riedmann. Besonders dankbar sei er für die große Hilfsbereitschaft vieler Markdorfer Bürger, die das Zentrum ehrenamtlich unterstützen wollen. „Das waren anfangs viel mehr, als wir überhaupt benötigten, darüber habe ich mich sehr gefreut“, sagt er.

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Inzwischen hat der DRK-Ortsverein die komplette Organisation der Testungen übernommen, worüber Riedmann und seine Mitarbeiter im Rathaus froh sind. Testungen finden bis auf weiteres von Montag bis Samstag statt.