Da gab es einen Ausblick auf die bereits für Januar angekündigte Raimund-Wäschle-Schau, auf die Ausstellungen mit Bildern aus dem „Kapuziner Kreativzentrum“ der Freien Kunstschule Ravensburg, gemalt von Künstlern aus dem Inklusiven Atelier des Zentrums für Psychiatrie Weissenau, auf die Skulpturen aus Holz oder Papier von Silvia Heger und Waltraud Späth, auf die Gemälde von Florian Pelka, einem Schüler von Georg Baselitz oder auf die mehrfach verschobene Agnes-Keil-Ausstellung, die im September endlich ihre raumgreifenden Skulpturen nach Markdorf bringen möchte.

Rund 300 Mitglieder hat der Kunstverein. Nur wenige seien in den vergangenen Jahren dazu gekommen, erklärte Johanna Bischofberger, die Kassiererin, bei ihren Berichten. Für 2020 und für 2019 galt es Rechenschaft abzulegen, weil im vergangenen Jahr die Corona-Pandemie das Zusammentreffen der Mitglieder verunmöglicht hatte. Die Kassiererin führte akribisch Einnahmen und Ausgaben auf – gerade auch mit Blick auf die insgesamt sieben Ausstellungen der beiden Vorjahre.

Der Vorstand des Kunstvereins mit (von links) Heide Staiger, Irina Stengele, Kurt Dadischeck, Juilane Nagy, Bernhard Oßwald, Johanna Bischofberger und Christiane Oßwald.
Der Vorstand des Kunstvereins mit (von links) Heide Staiger, Irina Stengele, Kurt Dadischeck, Juilane Nagy, Bernhard Oßwald, Johanna Bischofberger und Christiane Oßwald. | Bild: Jörg Büsche

Ohne Zuschüsse geht es nicht. Das ist die Quintessenz aus Johanna Bischofbergers Kassenbericht. Finanzielle Hilfe von der Stadt braucht der Verein für seine Mietkosten. Sind die Räumlichkeiten der Stadtgalerie doch weder in eigener noch in städtischer Hand, sondern in privatem Besitz.

Zuschüsse müssen auch fließen, wenn Ausstellungen von namhaften Künstlern vom Kunstverein mit einem Katalog bedacht werden. „Das hebt unser Ansehen ganz erheblich“, blickte Kassiererin Bischofberger in die Künstler-, Galeristen-, aber auch Museumskreise. Und als überaus erfreulich merkte die Kassiererin den Verkauf etlicher Bilder an. Insbesondere bei der großen Barbara-Seifried-Ausstellung im Frühjahr 2020 hätten viele Markdorfer die Chance genutzt, ein Werk der bekannten Malerin zu erstehen.

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Bernhard Oßwald erinnerte als Kunstvereinsvorsitzender in seinem Rückblick an die vor wenigen Wochen zu Ende gegangene Ausstellung mit Arbeiten von Magdalena Abele und Johannes Kersting mit dem Titel „Wirklich nah ist auch ganz fern“ und die andere Ausstellung in diesem den Kunstbetrieb bremsenden zweiten Pandemie-Jahr, „Der Fisch in der Pfanne“, mit Arbeiten von zehn Künstlern aus ganz Süddeutschland, Schülerinnen und Schülern der Hochschullehrerin Cordula Güdemann.

So positiv das Meiste auch klang, die Aussicht auf weiterhin ansteigende Corona-Inzidenzwerte und die damit wachsenden Unsicherheiten für den weiteren Ausstellungsbetrieb musste die Stimmung in der Stadtgalerie trüben. Bernhard Oßwald machte keinen Hehl aus seinen Befürchtungen. Trotzdem gab sich der Kunstvereinsvorsitzende sich auch zuversichtlich.

Sollten die Zahlen es erlauben, werde es im nächsten Jahr wieder mehr Zusatzveranstaltungen im Rahmen der Ausstellungen geben. „Wir wollen etwas aktiver werden“, so Oßwald. An Lesungen, Aufführungen, auch an eine engere Zusammenarbeit mit der benachbarten Vinothek sei gedacht.

Magdalena Abele und Johannes Kersting in ihrer jüngst zu Ende gegangenen Ausstellung in der Stadtgalerie.
Magdalena Abele und Johannes Kersting in ihrer jüngst zu Ende gegangenen Ausstellung in der Stadtgalerie. | Bild: Jörg Büsche