79 Geflüchtete aus der Ukraine sind der Stadtverwaltung zufolge aktuell in Markdorf registriert. Vor vier Monaten, in der ersten Maiwoche, waren es 58 Personen gewesen. Nach wie vor handle es sich vornehmlich Frauen und Kinder, berichtet Hauptamtsleiter Klaus Schiele auf Anfrage.

An den Grundschulen und in den Kindergärten der Stadt sei die Situation noch immer vergleichsweise entspannt. Zwölf ukrainische Kinder seien im Grundschulalter, acht davon seien in der Vorbereitungsklasse an der Grundschule Leimbach, drei seien in reguläre Klassen an der Jakob-Gretser-Grundschule aufgenommen worden. „Dort hat Herr Geiger, der Rektor, diesen Versuch gewagt“, sagt Schiele. Grundsätzlich sei an den Schulen die Situation „überschaubar“.

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Noch freie Plätze an den Kindergärten

An den Kindergärten wiederum gäbe es noch freie Plätze, sollte sich ein weiterer Bedarf ergeben. Derzeit seien vier ukrainische Kinder in Markdorf im Kindergartenalter, zwei von ihnen seien auf Wunsch ihrer Mütter in städtischen Kindergärten aufgenommen worden. Zwei weitere Kleinkinder hätten noch einen Anspruch auf U3-Plätze, doch Nachfrage danach gäbe es keine. „Im Bereich der Kindergärten ist das sehr zurückhaltend, wir denken, das ist vermutlich auch auf die Umstände der Flucht zurückzuführen und dass die Mütter ihre kleinen Kinder deswegen eher bei sich belassen wollen“, sagt Schiele.

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Entwarnung gibt der Hauptamtsleiter auch beim Thema Wohnungsmarkt. Nach wie vor setze die Stadt alle drei Wochen ihren Aufruf ins Amtsblatt, freien Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Mehrere Wohnungen habe sie bereits angeboten bekommen, mehrere davon auch noch in der Hinterhand. Dies liege vor allem am privaten Engagement der Markdorfer. Viele Mitbürger hätten Geflüchtete aus der Ukraine bei sich oder in eigenem Wohnraum aufgenommen, so dass die Stadt mit eigenem Wohnraum bislang noch nicht in die Bresche habe springen müssen.

„In Markdorf haben wir in der Bürgerschaft eine sehr große Hilfsbereitschaft“, sagt der Hauptamtsleiter. Die weitere Entwicklung müsse man abwarten, man sei aber vorbereitet, falls die Zahl der Geflüchteten weiter zunehmen sollte.