„Zukunft, Werkstatt, Gestalten“, kurz „Zuwege„, nennt sich das Projekt am Mehrgenerationenhaus (MGH), das Jugendlichen und Kindern einen Lernort außerhalb der Schule anbietet. Besonderes Augenmerk liegt auf Geschicklichkeit und Kreativität. Mit Farben, Säge und Schraubendreher sollen junge Menschen gestalterisch experimentieren.

„Zuwege„-Gruppe greift zu Farbe und Pinsel

Dass dabei nicht nur Schönes, sondern auch Nützliches entsteht, das zeigt der neu gestaltete Eingangsbereich des Bauwagens für die MGH-Waldkinder beim Burgstall. Eine achtköpfige „Zuwege„-Gruppe versah die Brüstung der Treppe mit einer Umrandung aus bunt bemalten Latten.

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Jetzt wurde das kleine Kunstwerk übergeben. Renate Hold und Christin Jungblut, die Leiterinnen des MGH, bedankten sich bei den Kindern und Jugendlichen, bei Rico Goede von der Netze BW, die die Materialkosten für die Brüstung übernahm und den Löwenanteil für den neuen Bauwagen trug, neben den Rotarien und Unternehmen.

Käfer, Eulen, Mickymäuse, Kirchen, Hütten, Türme, sogar der Bodensee sind auf der Brüstung zu sehen. Der ausgediente Bauwagen für die Waldkinder wurde vergangenes Jahr angeschafft. „Was auch dringend nötig war“, erklärte Renate Hold. „Unser alter Wagen war innen schon ganz verschimmelt.“

Pilze unter der Innenverkleidung mussten entfernt werden

Fast wäre dies auch beim neuen Bauwagen passiert. Aber Marco Vandel, Mitglied des MGH-Vereins und im Familienforum Mitbetreuer beim Projekt Handwerks-Führerschein für die Jugend, kam auf die Idee, die Innenverkleidung des Bauwagens näher zu untersuchen. Auch dort fanden sich Pilze, die inzwischen gründlich beseitigt sind.

Mit der Stichsäge arbeiten sie am liebsten

Pilze gibt es nun nur noch auf einer der Brüstungslatten: knallbunte Fliegenpilze. Der elfjährige Moritz hat Eulen und einen Turm gestaltet. „Am meisten Spaß hat mir die Arbeit mit der Stichsäge gemacht.“ Kein Problem, auch nicht für die elfjährige Elisa: „Einige von uns haben ja schon den Handwerksführerschein.“ Der Umgang mit Werkzeug sei Routine.

Erwachsene begleiten junge Handwerker

Damit im Eifer des Kreativitätsschubs trotzdem nichts passiert, haben Betreuer wie Ronja Reimold, Daniel Kurz oder Barbara Kensy-Schneider ein Auge auf die jungen Handwerker. Eine Woche lang werkelten sie mit Werkzeug und Material im Bastelkeller des Mehrgenerationenhauses. Und für Georg-Augustin steht fest, „dass unser Miteinander, Zusammenmachen“ ihm am besten gefallen hat.

Rico Goede jedenfalls war beeindruckt vom Resultat – und auch davon, wie die Kreativität der Kinder und Jugendlichen geweckt wir. „Ohne unsere ehrenamtlichen Betreuer ginge das aber nicht“, betonte Renate Hold.